Flexibler Mini
Dells Netbook Mini 10 kann man mit hochauflösendem Display, buntem Gehäuse, großer Festplatte, UMTS und TV-Tuner ausrüsten.
Dells Netbook Mini 10 kann man mit hochauflösendem Display, buntem Gehäuse, großer Festplatte, UMTS und TV-Tuner ausrüsten.
Mit die größte Einschränkung von Netbooks ist ihre geringe Displayauflösung von 1024 × 600 Punkten, die zum häufigen Scrollen zwingen. Nun stattet Dell das Inspiron Mini 10, dessen Standarddisplay sogar nur 576 Zeilen zeigt, gegen 20 Euro Aufpreis mit einem 1366 × 768 Punkte großen und 245 cd/m² hellen 10-Zoll-Display aus. Wenn einem die resultierenden 156 dpi nicht zu fein sind, lässt sich damit fast wie mit einem großen Display arbeiten – ein enormer Praktikabilitätsgewinn. Beide Displays spiegeln allerdings. Externe Monitore finden nicht per VGA, sondern per HDMI Anschluss – angenehm. [Update:] Den Aufpreis für das Display hat Dell inzwischen auf 100 Euro erhöht, doch damit kommt das Mini 10 in Preisregionen von 11,6- oder 12-Zoll-Notebooks mit 1366 × 768 Punkten.[/Update]
Die Atom-Z-Plattform (1,33 GHz, gegen 30 Euro Aufpreis 1,6 GHz) rechnet Netbook-typisch lahm, der Grafikkern GMA500 agiert träge, per USB fließen nur schlappe 15 MByte/s. Immerhin kommt das Mini 10 so ohne Lüfter aus, die Festplatte blieb mit unter 0,2 Sone praktisch unhörbar. Für 25 Euro gibt es 250 statt 160 GByte Plattenplatz, aber eine SSD bietet Dell nicht an. Etwas anderes als 1 GByte Hauptspeicher lässt sich ebenfalls nicht auswählen, und der Selbsteinbau erfordert ein komplettes Zerlegen des Geräts. Für 20 Euro Aufpreis gibt es 11n-WLAN statt 11b/g. Ein internes UMTS-Modul bietet Dell inzwischen für 120 Euro Aufpreis an. Das TV-Modul soll 40 Euro kosten, uns stand es für den Test nicht zur Verfügung.
Windows XP Home ist vorinstalliert, andere Windows-Versionen (und damit auch der Gutschein für Windows 7) stehen nicht zur Wahl. Den Deckel kann man sich in Weiß oder Schwarz, gegen 30 Euro Aufpreis auch in Grün, Rosa, Rot oder Blau lackieren lassen, für 50 Euro gibt's sogar verschiedene bunte Motive.
Der schwachbrüstige Standardakku reicht für etwa drei Stunden. Für 45 Euro Aufpreis (inzwischen 50 Euro) liefert Dell einen mit sieben Stunden Laufzeit, der aber zweieinhalb Zentimeter nach unten herausragt und das an sich kompakte und stabile Gehäuse sperrig macht. Das praktische, kleine Steckernetzteil wiegt nur 180 Gramm.
Die Tastatur mit Tasten im 17,5-mm-Raster und sinnvollem Layout erzeugt ein für Netbook-Verhältnisse äußerst angenehmes Tippgefühl. Doch das winzige Touchpad mit undifferenzierbar integrierten Tasten erweist sich als unpraktisch: Mit dem Finger kommt man oft in den Bereich der Tasten hinein, ohne das zu merken, und dann bewegt die Maus sich plötzlich nicht mehr. Beim Betätigen der Maustasten wiederum gerät man leicht in den Touchbereich und verstellt vor dem Klick unabsichtlich den Mauszeiger.
Mit einem Einstiegspreis von 380 Euro inklusive Versand gehört das Mini 10 nicht zu den günstigsten Netbooks, bietet aber viel – dank der hohen Auflösung sogar eine bislang unerreichte Kombination aus Praxisnutzen und Kompaktheit. Preise und Verfügbarkeit der Optionen wechseln bei Dell leider häufig, beispielsweise haben wir die 250-GByte-Platte nicht immer gesehen und das UMTS-Modul erschien erst einige Wochen nach Verkaufsstart. Unter dem Namen Mini 10v bietet Dell ein günstigeres Netbook mit 10-Zoll-Display an, das jedoch eine unterschiedliche Hardware-Plattform nutzt, sodass diese Testergebnisse nicht übertragbar sind. (jow)
| Inspiron Mini 10 | |
| Netbook mit 10-Zoll-Display | |
| Hersteller | Dell |
| Spezifikation | Intel Atom Z, , Speicherkartenleser |
| Schnittstellen | USB, HDMI, LAN, Audio |
| Größe | 26,1 cm × 18,3 cm / 2,9 … 3,3 cm |
| Gewicht | 1,2 kg (24-Wh-Akku), 1,4 kg (56-Wh-Akku) |
| Preis | ab 380 € (inklusive Versand) |
(ll)