US-Kartellwächter nehmen Windows 7 unter die Lupe

Das technische Komitee, das die Einhaltung der Kartellauflagen für Microsoft überwacht, befasst sich nun auch mit dem Vista-Nachfolger.

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Das technische Komitee, das die Einhaltung der 2002 zwischen der US-Regierung und einigen Bundesstaaten mit Microsoft vereinbarten Kartellauflagen überwacht, hat mit der Überprüfung des kommenden Betriebssystems mit Codenamen Windows 7 begonnen. Das geht aus einem vergangene Woche zur turnusgemäßen Anhörung vorgelegten Statusbericht hervor, den der Softwarekonzern zusammen mit dem US-Justizministerium und 17 Bundesstaaten sowie dem District of Columbia erarbeitet hat. Microsoft teilt darin keine Details dazu mit, wann Windows 7 am Markt erscheinen werde.

In dem Kapitel zur Middleware und zu Standardeinstellungen heißt es darin, das Komitee befasse sich mit Windows Vista, dem Service Pack 1 für Vista, SP 3 für Windows XP, dem Windows Media Player 11 sowie dem Internet Explorer 7. Microsoft habe einige früher schon geforderte Änderungen an dieser Software vorgenommen und berücksichtige Wünsche auch bereits für Windows 7. Darüber hinaus habe das Kommitee begonnen, Windows 7 selbst zu überprüfen, für diese Zwecke habe Microsoft ihm eine Version übergeben. An der Überprüfung aktueller und künftiger Windows-Versionen beteiligen sich nur die Bundesstaaten, nicht aber das US-Justizministerium, wurde am Wochenende bekannt.

Aus dem Statusbericht geht auch hervor, dass eine Beschwerde von Phoenix Technologies über die Lizenzierungsbedingungen für Windows Vista beigelegt werden konnte. Microsoft habe eingewilligt, Passagen in seinem Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) zu modifizieren. Diese Änderungen hatte Microsoft bereits im Januar angekündigt, dabei aber nicht erwähnt, dass dies als Reaktion auf eine Beschwerde geschehe. (anw)