David Bowie zeigt die umstrittene Ausstellung 'Sensation' im Web
New Yorks Bürgermeister drohte dem Museum den unmittelbaren Entzug städtischer Gelder an.
Die umstrittene Ausstellung Sensation mit provozierenden Werken junger britischer Künstler aus der Sammlung des britischen Werbetycoons Charles Saatchi, die heute mit großem Andrang im Brooklyn Museum of Art eröffnet wurde, hat in New York für einiges Aufsehen gesorgt. Besonders Bürgermeister Rudolph Guiliani hat sich hervorgetan, die Ausstellung als "krankhaft" bezeichnet und am 28. 9. verkündet, die jährlichen sieben Millionen Dollar, mit denen die Stadt das Museum unterstützt, sofort zu streichen.
Das ist die für Museumsleute ein Akt der Zensur, weswegen sie den Bürgermeister beschuldigen, dass er mit der Streichung der Gelder wegen dieser Ausstellung gegen die Verfassung verstoße. Besonders Anstoß haben ein Bild von der Heiligen Jungfrau mit Elefantenkot, ein Portrait der britischen Kindesmörderin Myra Hindley und Damian Hirsts seziertes Schwein gefunden, das in Behältern mit Formaldehyd treibt.
Seit langem aber hatte die Ausstellung schon das Interesse des britischen Rockstars und Kunstsammlers David Bowie gefunden, der bereits im Sommer die Rechte erworben hat, die Ausstellung auf seiner Website zu präsentieren. Nachdem "Sensation" tatsächlich auch die Aufmerksamkeit gefunden hat, die der Titel der Ausstellung verspricht, sind jetzt zumindest auch diejenigen in der Lage, die die Ausstellung noch nicht in London sehen konnten oder sie jetzt in New York besuchen zu können, sich ein eigenes Bild zu machen. Alle gezeigten Werke werden im virtuellen Museum präsentiert, zusammen mit einem Real Audio Kommentar von Bowie höchstselbst. Heute um 21 Uhr 30 allerdings waren die "Türen" zur virtuellen Ausstellung noch nicht geöffnet.