Mobile Rechenpower
Dell stattet seine mobile Workstation Precision M6500 mit dem Besten aus, was die Notebook-Technik hergibt.
Dell stattet seine mobile Workstation Precision M6500 mit dem Besten aus, was die Notebook-Technik hergibt: rasante Vierkern-CPUs, performante Profi-Grafikchips mit zertifizierten Treibern und ein mattes, blickwinkelstabiles Full-HD-Panel mit 17-Zoll-Diagonale und satten Farben.
Wer als Ingenieur bei wechselnden Kunden arbeitet, braucht sowohl einen Rechner, der sich ohne viel Aufwand auf- und abbauen lässt, als auch die schnellste verfügbare Hardware. Dells mobile Workstation Precision M6500 erfüllt solch hohe Ansprüche.
Mit Preisen ab 2500 Euro – unsere Testkonfiguration kostet rund 5200 Euro – ist sie alles andere als ein Schnäppchen, doch der genannten Zielgruppe ist das zweitrangig: Sowohl die Lizenzen der Profi-CAD-Software, die üblicherweise darauf läuft, als auch die Mieten zur stundenweisen Nutzung von Windkanälen oder Teststrecken sind um ein Vielfaches teurer.
Im Precision M6500 arbeiten die Profi-Grafikchips AMD FirePro M7820, Nvidia Quadro FX 2800M oder FX 3800M. Letzterer steckt im Testgerät, gehört zu den schnellsten Grafikchips für Notebooks und ist eng mit dem GeForce GTX 285M verwandt, der ebenfalls 128 Shader-Prozessoren hat. Die Treiber der Profi-Chips enthalten OpenGL-Optimierungen und Zertifizierungen für professionelle CAD-Software.
Beim Prozessor stellt Dell den Quad-Core Core i7-940XM und damit die derzeit performanteste Notebook-CPU zur Wahl; im Testgerät steckte die kaum langsamere Variante i7-920XM. Beide schöpfen ihre hohe Rechenleistung aus besonders hohen Taktraten, verbraten aber auch bis zu 55 Watt Abwärme, während normale i7-Vierkerne wie der ebenfalls erhältliche i7-720QM mit 10 Watt weniger und dementsprechend niedrigeren Taktraten auskommen müssen. In „günstigen“ Konfigurationen des M6500 arbeiten Core-i5-Doppelkerne.
Prozessor (55 Watt TDP) und Grafikchip (100 Watt TDP) stellen hohe Ansprüche an das Kühlsystem, dennoch rauscht der Lüfter unter Volllast nur mit erträglichen 1,4 Sone. Bei geringer Rechenlast ändert er allerdings im Minutentakt die Drehzahl und wechselt nervig von leise auf fast volle Drehzahl und zurück.
Dies wundert beim Blick auf den Stromzähler wenig, denn selbst wenn Prozessor und Grafikchip Däumchen drehen, saugt das M6500 satte 40 Watt. Der keinesfalls knauserig kalkulierte 90-Wh-Akku hält deshalb bestenfalls zweieinhalb Stunden durch. Unter Rechenlast ist er nach wenig mehr als einer Stunde leer, obwohl der Grafikchip ohne Netzteil nur mit halber Kraft läuft. Das klobige Netzteil stellt 240 Watt bereit, was ausreicht, um selbst bei ausgelastetem System den Akku noch zügig zu laden.