Android für Sparfüchse

Drei Smartphones von LG und Samsung zeigen, dass man auch für wenig Geld vernünftige Einsteigermodelle mit Android findet.

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Lesezeit: 9 Min.
Von
  • Achim Barczok
  • Niklas Kielblock
Inhaltsverzeichnis

Ein voll ausgestattetes Android-Smartphone kostet gerne einmal über 500 Euro, doch mit Abstrichen geht es auch billiger. Drei Testkandidaten unterbieten die 200-Euro-Marke, LG bietet das günstigste an: Das P350 Optimus Me mit 2,8-Zoll-Bildschirm ist derzeit ab 130 Euro erhältlich. Die Samsung-Geräte Galaxy Mini und Galaxy Gio kosten mit 145 beziehungsweise 170 Euro aber nicht viel mehr. Beide haben ein größeres Display, das Mini eines mit 3,1 Zoll Diagonale, das Gio eines mit 3,2 Zoll.

Klar, einen richtig großen, hochauflösenden Bildschirm oder eine satte Multimedia-Ausstattung findet man in dieser Preisklasse nicht. Doch bei den wichtigsten Innereien haben sie einiges mit den Topmodellen gemeinsam: Alle nutzen UMTS mit schnellem Datendownload (HSDPA), kommen mit Bluetooth und WLAN, können sich via GPS orten und bringen microSD-Karten mit. Und kapazitive Multitouchscreens gehören inzwischen ebenfalls zur Grundausstattung.

Vorinstalliert ist Android-Version 2.2: Es bietet mit Zugriff auf den Android Market eine große App-Auswahl, eine vollwertige Navigationssoftware, Push-E-Mail für Google Mail, einen guten Browser und Internetweitergabe per USB oder WLAN. Die allerneueste Android-Version ist für die Smartphones nicht verfügbar, Samsung hat ein Update auf 2.3 angekündigt. Auch vermissten wir vor allem Adobe Flash, das nicht mit den Prozessoren kompatibel ist.

Sowohl LG als auch Samsung passen Android optisch an und installieren zusätzliche Software. LGs Optimus UI weicht dabei nur wenig vom Standard-Android ab: Es verpasst der Oberfläche seinen eigenen Stil mit Widgets und Icons. In der Benachrichtigungsleiste können Funktionen wie WLAN und GPS ein- oder ausgeschaltet werden und der Benutzer sortiert Anwendungen nach selbst definierten Kategorien. Die Office-Suite ThinkFree Office sowie ein UKW-Radio sind vorinstalliert.

Samsung geht mit Touchwiz deutlich darüber hinaus: Das Telefon sticht hervor mit blauem Oberflächendesign, optisch überarbeiteten Standardanwendungen und Samsung-eigenen Apps wie Dateibrowser, Notizblock und auf dem Gio ein DLNA-Client. Auf der Wisch-Tastatur Swype ist man nach kurzer Lernphase meist schneller als mit einer gewöhnlichen virtuellen Tastatur. An einigen Stellen findet man zusätzliche Optionen: So bietet der Musikspieler einen Equalizer, die Kamera-App ist um diverse Effekte erweitert. Ein Social Hub zeigt Nachrichten aus sozialen Netzwerken, E-Mails und SMS in einer Oberfläche an. Keinen Vorteil schlägt man aus Samsungs eigenem App Store, der zusätzlich zum Android Market installiert ist: Für das Mini zeigt er sieben, für das Gio gerade einmal eine verfügbare Anwendung.