Druckwerk

IT-Geräte werden immer kleiner, leichter und mobiler. Für Drucker scheint das aber nicht zu gelten, wie HPs Deskjet 100 zeigt.

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Von
  • Tim Gerber

Mobile Farbdrucker für Büroanwendungen sind eine echte Rarität. Unter den fünf großen Herstellern haben nur Canon und HP so etwas im Programm und die Modelle sind inzwischen über drei Jahre alt (siehe Dokumentatoren in heise mobil). Endlich stellt HP einen Nachfolger vor, den Officejet 100. Nach technischen Innovationen sucht man indessen vergebens. Der größte Unterschied ist die Leistungsaufnahme im ausgeschalteten Zustand, die nun EU-konform deutlich unter einem Watt liegt. Beim Gewicht hat sich nichts getan: Inklusive Akku und Netzteil bringt es der Drucker nach wie vor auf drei Kilogramm.

Die Druckleistung bewegt sich zwischen 3 und 6 Seiten pro Minute, bei Entwürfen in Schwarzweiß schafft der Officejet 100 auch schon mal 12 Seiten. Die Ausdrucke sind dann aber recht blass. Um etwa 22 Prozent gesteigert hat HP die Druckkosten: Für eine Normseite werden beim Officejet 14 Cent fällig. Die Schwarzpatrone ist mit 24 Euro sehr teuer, ihr Anteil von 6 Cent pro Normseite ist fast doppelt so hoch wie bei Tintendruckern üblich. Neben dem USB-Anschluss ist ein Anschluss für PictBrigde-fähige Kameras vorhanden, Mobilgeräte können per Bluetooth Bilder drucken. WLAN oder gar ePrint-Fähigkeiten, die flexibles Drucken von Smartphones aus erlauben würden, hat HP ausgerechnet bei dem Mobildrucker nicht vorgesehen. Ein Schnäppchen ist der Officejet 100 mit 280 Euro auch nicht. Wer nicht unbedingt beruflich unterwegs drucken muss, wartet deshalb besser ab, ob die Industrie nicht doch noch etwas mehr Erfindungsgeist in Sachen Mobildruck aufbringt.

Officejet 100
Mobiler Tintendrucker
Hersteller Hewlett-Packard
Auflösung 1200 dpi
AnschlĂĽsse USB 2.0, USB-Host, Bluetooth
Treiber Windows 2000, XP, Vista, Win 7, Mobile 5, 6.x; Mac ab OS X 10.5.6, Linux
Preis 280 €

(tig)