Wechselwesen

Der CF-C1 von Panasonic dient gleichzeitig als leichtes Subnotebook und robuster Tablet-PC.

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In Zeiten, in denen manche Windows-Tablets nur 900 Gramm wiegen und so dünn sind wie ein Handy, wirken die altbekannten Tablet-PCs mit Tastatur, drehbarem Display und Stift wie Dinosaurier. Innerhalb dieser seltenen Art ist Panasonics CF-C1 ein besonders exotisches Exemplar – klobig und teuer, aber auch flexibel, ausdauernd und robust.

Das Gehäuse verrät auf den ersten Blick: Der CF-C1 will nicht im Café eine gute Figur machen, sondern auf Baustellen oder in Montagehallen. Laut Panasonic übersteht er – eingeschaltet – Stürze aus 76 Zentimetern Höhe und das Verschütten eines Wasserglases über der Tastatur.

Der Hersteller garantiert diese Überlebenskünste zwar nicht, aber das Magnesium-Gehäuse wirkt tatsächlich sehr robust. Außerdem ist es gut durchdacht: Es hat drei Scharniere statt nur eines (wie andere Tablet-PCs): außen zwei für das Neigen des Displays, in der Mitte ein drittes zum Drehen. Die Festplatte sitzt in einem gepolsterten Käfig, den man mit einem Handgriff herausziehen kann. Daneben liegen zwei Schächte für die beiden mitgelieferten Akkus, mit denen der CF-C1 neun bis zwölf Stunden läuft. Die Akkus lassen sich im Betrieb austauschen.

Weil der CF-C1 mit 1,5 Kilogramm (mit einem Akku) viel leichter ist, als das Äußere vermuten lässt, taugt er gleichzeitig als Alltags-Subnotebook. Dazu tragen auch das helle, matte Display und die leise, präzise Tastatur bei. Die wie bei US-Geräten nur einzeilige Entertaste sowie das kleine Touchpad bremsen allerdings.

Mit der Schlaufe hält man den C1 sicher, während man mit der anderen Hand tippt. Dahinter liegen, bequem zugänglich, die Schächte für Akkus und Festplatte.

Panasonic bietet zwei Touch-Bildschirme an, einen kapazitiven mit zusätzlichem Digitizer und einen resistiven. Ersterer lässt sich nur mit dem Finger und dem mitgelieferten Stift bedienen, letzterer mit beliebigen Gegenständen, also zum Beispiel auch mit Handschuhen auf den Fingern. Multitouch-Gesten erkennen beide. Unser Testgerät mit Kapazitiv-Display setzte Gesten dank der schnellen CPU flüssig um. Nach dem Funktionstest wechselten wir zwar wieder zu Tastatur und Touchpad, das lag aber an der mangelnden Touch-Tauglichkeit von Windows 7.

Die lange Laufzeit, die Flexibilität bei Eingabemethoden und das leichte, stabile Gehäuse machen den CF-C1 einzigartig. Konkurrent Dell hat zwar auch leichte Tablet-PCs und robuste Notebooks, bietet aber keine Kombination dieser Merkmale. Diese Exklusivität lässt sich Panasonic gut bezahlen: 2600 Euro kostet die getestete Konfiguration mit UMTS. Trotz des hohen Preises ist die Ausstattung nicht perfekt – wer einen HDMI-Ausgang und einen DVD-Brenner braucht, muss zusätzlich eine knapp 300 Euro teure Dockingstation kaufen.

Toughbook CF-C1
Robuster Tablet-PC
Hersteller Panasonic
Spezifikation Windows 7 Pro, Intel Core i5-2520M, Intel-HD-Grafik, 12,2-Zoll-Display (1280 Ă— 800, matt), 4 GByte RAM, 320-GByte-Festplatte, WLAN (Dualband), UMTS, Digitizer, Stift
Schnittstellen USB, VGA, LAN, Audio, SD, ExpressCard 54
Abmessungen / Gewicht 29,9 cm Ă— 22,7 cm Ă— 5,8 cm / 1,7 kg (mit zwei Akkus)
Straßenpreis 2600 €

(cwo)