Versandhandel macht Kasse im Netz

Noch machen die klassischen Versandhändler den Löwenanteil der Umsätze im Netz, doch die reinen Online-Anbieter und vor allem eBay-Powerseller konnten ebenfalls zulegen.

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Immer mehr Menschen nutzen das Internet rund um die Uhr für virtuelle Einkaufsbummel und lassen die Kassen der Versandhändler klingeln. Auf 10,9 Milliarden Euro beziffert der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) die Gesamtausgaben der Online-Shopper im Jahr 2007, das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr. Inklusive Dienstleistungen im Wert von 5,9 Milliarden Euro wurden im deutschen Online-Handel insgesamt 16,8 Milliarden Euro umgesetzt. "Das Internet ist weiterhin der Wachstumsmotor der Versandhandelsbranche", sagt der Vorsitzende des eCommerce-Ausschusses im bvh, Thomas Lipke.

Der Löwenanteil (4,26 Milliarden Euro) der Einnahmen geht an die klassischen Versender, die auch im Offline-Geschäft mit Katalogen agieren; ihre Einnahmen wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 315 Millionen. Immerhin 2,5 Milliarden Euro und damit 516 Millionen mehr als 2006 nehmen eBay-Powerseller ein und liegen noch vor den reinen Internet-Anbietern mit 2,38 Milliarden Euro (plus 134 Millionen) auf dem zweiten Platz der Statistik. Insgesamt werden bereits fast 40 Prozent der Umsätze im Versandhandel (2007: 27,6 Milliarden Euro) online erzielt.

Ganz oben auf der Online-Einkaufsliste der Deutschen steht Bekleidung. Für Textilien und Schuhe gaben sie 3,9 Milliarden Euro aus, für Medien, Bild und Tonträger 2 Milliarden Euro und für Unterhaltungselektronik 1,2 Milliarden Euro. Bei den online gekauften Dienstleistungen dominiert die Reisebranche. So entfällt der Großteil der Umsätze auf Flug- und Bahntickets sowie Mietwagen (37 Prozent), gefolgt von Reisen und Übernachtungen (34 Prozent) und Veranstaltungstickets (13 Prozent). (vbr)