Citrix dampft Distributionskanäle ein
In den USA trennt sich der Hersteller von drei seiner bisher vier Distributoren. Lediglich Ingram Micro wird künftig noch Citrix-Produkte in Nordamerika anbieten, in Deutschland sind jedoch keine Änderungen geplant.
In den USA trennt sich der Hersteller von drei seiner bisher vier Distributoren, wie Craig Stilwell, als Vice President für Vertrieb und Marketing bei Citrix in Amerika verantwortlich, gegenüber US-Medien erklärte. Lediglich Ingram Micro wird künftig noch Citrix-Produkte in Nordamerika anbieten, die Zusammenarbeit mit Avnet, Alternative Technology (Arrow Electronics) und Tech Data hat der Hersteller mit Wirkung zum 29. August 2008 aufgekündigt.
Der Schritt sei notwendig geworden, um den Distributionskanal effizienter aufstellen zu können. Citrix erziele zwischen 75 und 80 Prozent seiner Umsätze über die 2-Tier-Distribution – und Ingrams Anteil daran habe schon über 50 Prozent gelegen. Als Exklusivdistributor könne der Broadliner seine Investitionen in das Channel Development künftig noch gewinnbringender konzentrieren, erklärte Stilwell. Außerdem seien von den insgesamt 1900 in Nordamerika bedienten Fachhandelskunden lediglich 120 bisher nicht bei Ingram gelistet gewesen.
In Deutschland sind unterdessen jedoch keine Änderungen geplant. Denn anders als in den USA vertraut Citrix hierzulande auf ein ganz anderes Großhandelsmodell. Anstelle der Broadline Distribution konzentriere sich der Hersteller in Deutschland viel stärker auf Value Added Distributoren wie etwa die DNS GmbH aus Fürstenfeldbruck oder die Münchner Computerlinks AG, erklärte Unternehmenssprecher Björn Riebel auf Anfrage von heise resale. DNS ist allerdings, ebenso wie die jetzt gechasste Alternative Technology – bisher zweitgrößter Distributor von Citrix in Nordamerika –, ein Tochterunternehmen des Arrow-Konzerns. (map)