E-Plus steigert Umsatz und Gewinn

Im dritten Quartal konnte sich der deutsche Mobilfunkbetreiber wieder steigern. Der Umsatz von KPN stagnierte hingegen. E-Plus will weiter vor allem auf Sprach- und Datendienste setzen; die Hälfte der Kunden kommt über Discounter wie Simyo oder Base.

vorlesen Druckansicht 68 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Der Mobilfunkbetreiber E-Plus steigerte im vergangenen Quartal seinen Umsatz im Vorjahresvergleich von 760 Millionen auf 769 Millionen Euro. Das Konzern-Betriebsergebnis wuchs von 75 Millionen auf 134 Millionen Euro. Das Unternehmen führt die Steigerung in einer Mitteilung auf "konsequentes Kostenmanagement und die stetig steigenden Umsätze aus Mobilfunkdienstleistungen" zurück.

Der Anbieter gewann in den vergangenen drei Monaten 547.000 Kunden hinzu und hat damit jetzt 14,1 Millionen Kunden, 16 Prozent mehr als im dritten Quartal 2006. Die Hälfte von ihnen telefoniert mit den Billigangeboten von E-Plus wie Base und Simyo. CEO Thorsten Dirks vermutet, dass sein Unternehmen in diesem Jahr der einzige Anbieter sein werde, der bei Umsatz und EBITDA deutlich zulegen kann. "Während die Branche derzeit rückläufige Umsätze und Ergebniseinbußen verzeichnet, liefern wir seit unserem Strategiewechsel 2005 Quartal für Quartal profitables Wachstum."

Dirks erläutert weiter, in absehbarer Zeit werde im Mobilfunk mit Sprache und SMS das Geld verdient. Die Financial Times Deutschland bringt heute eine andere Meinung ins Spiel und zitiert dafür den IDC-Marktforscher Dan Bieler, für den Daten der wichtigste Wachstumsträger sind. Das zeige die Umsatzentwicklung bei Vodafone. Da moderne Mobiltelefone einen Internetzugang ermöglichten, würden Datendienste bei der Kaufentscheidung wichtiger. Allerdings könne das eigene Mobilfunknetz von E-Plus bei der Datenübertragung mit der Konkurrenz kaum mithalten, schreibt die Zeitung.

Das E-Plus-Mutterunternehmen KPN stagnierte im vergangenen Quartal bei einem Umsatz von 3,04 Milliarden Euro. Dabei konnte ein leichter Rückgang auf dem niederländischen Heimatmarkt durch die ausländischen Mobilfunktöchter ausgeglichen werden. Der Gewinn stieg um 3,8 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2006 auf 355 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 1,8 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. (anw)