IBM will französisches Software-Unternehmen übernehmen

10 Cent je Aktie bietet der US-Konzern den Anteilseignern der Firma ILOG, die Software für Business Rules Management anbietet.

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Der IT-Konzern IBM will den französischen Anbieter von Geschäftsmanagement-Software ILOG übernehmen. Die US-Amerikaner bieten 10 US-Dollar je ILOG-Aktie. Das ergibt laut Mitteilung ein Gesamtvolumen von 215 Millionen US-Dollar. Der ILOG-Vorstand habe der Transaktion bereits zugestimmt und werde Mitte September den Aktionären eine offizielle Empfehlung geben. IBM will sein eigenes Portfolio mit Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management, BPM), also Geschäftsoptimierung und Service Oriented Architecture (SOA) mit ILOGs Business Rules Management System kombinieren. Die IBM-Kunden sollen dadurch schneller, nämlich in Echtzeit mit wichtigen Geschäftsinformationen versorgt werden und Entscheidungen treffen können.

BPM ermöglicht es Unternehmen, Geschäftsabläufe abzubilden und zu automatisieren, zu beobachten und zu überarbeiten, um sie zu straffen. Solche Prozesse zu beobachten und zu steuern, werde gerade in zunehmend komplexen Unternehmen immer wichtiger, meint IBM. Als Beispiel für ein Anwendungsgebiet für ILOG-Software wird der Fall eines Kunden genannt, der wegen seiner besonderen Stellung in der Telefonwarteschleife nach vornegereicht werden soll. Die Software aus Frankreich ermögliche eine bessere Kontrolle über die Merkmale, die bestimmen, wann und wie solche Kunden geleitet werden. (anw)