SAP-Chef will Hierarchiestufen abbauen
Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, will Léo Apotheker laut "Manager-Magazin" Doppelfunktionen streichen und "Lean Management" nach dem Vorbild von Toyota einführen.
SAP-Chef Léo Apotheker fordert einen tiefgreifenden Umbau des Softwarekonzerns. "Viel mehr Tempo, wir brauchen deutlich mehr Tempo", sagte Apotheker dem Manager-Magazin. Der Walldorfer Software-Riese solle schneller, kostengünstiger und innovativer arbeiten. "Diesen neuen Takt werden wir schneller hinbekommen, als die meisten glauben", meinte der Manager gegenüber dem Magazin. Apotheker wird im Mai nächsten Jahres nach dem Weggang von Henning Kagermann allein die Führung von Europas größtem Softwareanbieter übernehmen.
Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, will Apotheker dem Bericht zufolge Doppelfunktionen streichen und "Lean Management" nach dem Vorbild von Toyota einführen. Die schlankere Organisation nach dem Muster der Automobilindustrie soll die Innovationskraft des Unternehmens stärken. "Die Softwarebranche ist dabei, eine echte Industrie zu werden. Lean Management wird enorm helfen, Produkte schneller an den Markt zu bringen." Die derzeit bis zu zehn Hierarchiestufen sollen deutlich reduziert werden. Nur eine Hierarchie weniger wäre Kosmetik", sagte er.
"Ziel muss es sein, dass SAP weiterhin langfristig zweistellig wachsen wird. Und ich möchte auch die Rendite der SAP verbessern." Für 2008 peilen die Walldorfer eine Marge von 28 Prozent an. SAP fährt derzeit wegen des Auftragseinbruchs angesichts der Finanzkrise einen rigorosen Sparkurs. (dpa) / (anw)