Electronic Arts kommt nicht aus den roten Zahlen
Der Chef des weltgrößten Spiele-Publishers sieht schon Erfolge der Restrukturierung; und das Spiele-Portfolio, zu dem sich am 7. September Spore gesellen soll, sei so groß wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte.
Der weltgrößte Computerspiele-Produzent und -Publisher Electronic Arts (EA) steckt trotz steigender Umsätze weiter in den roten Zahlen. Immerhin konnte EA den Verlust im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahrs um fast 30 Prozent auf 95 Millionen Dollar verringern, dieser war aber immer noch höher als eigentlich erwartet. Der Umsatz verdoppelte sich dagegen von 395 auf 804 Millionen Dollar.
John Riccitiello, Chef von EA, der in einem Interview mit der Tageszeitung San Jose Mercury News erklärte, mit der Konzentration auf Playstation 3 sowie Xbox 360 und der Vernachlässigung von Nintendos Wii habe man aufs falsche Pferd gesetzt, sieht in dem Ergebnis aber bereits erste Erfolge des Restrukturierungsprogramms: Die Innovationen und die Qualität im EA-Programm stiegen, die EA-Spiele seien einfacher zugänglich und böten mehr Spaß als früher. Zudem habe EA mehr Titel im Programm als jemals zuvor in der Unternehmensgeschichte. Unter anderem mit dem Titel Spore, der laut der EA-Bilanzmitteilung nun am 7. September veröffentlicht werden soll, will EA in den kommenden Quartalen das Geschäft weiter ankurbeln.
EA bemüht sich derzeit in einem zähen Ringen um die Übernahme des kleineren US-Rivalen Take-Two, der mit GTA4 vor Kurzem einen Verkaufshit gelandet hat. Vor einer Woche hatte der Branchenführer sein Angebot über zwei Milliarden Dollar zum fünften Mal verlängert. Die Unternehmensspitze von Take-Two lehnt die Offerte weiterhin ab. (jk)