BlackBerry-Anbieter RIM startet erfolgreich ins Weihnachtsgeschäft
Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sei RIM so gut wie nie zuvor ins Weihnachtsgeschäft gestartet, sagte Jim Balsillie, Co-Chef des Unternehmens.
Der BlackBerry-Anbieter RIM sieht sich nach einem satten Umsatzsprung mit seinen Smartphones und mobilen E-Mail-Diensten auch zum Jahresendspurt im Aufwind. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sei RIM so gut wie nie zuvor ins Weihnachtsgeschäft gestartet, sagte Co-Chef Jim Balsillie am Donnerstag nach US-Börsenschluss. Mit seiner Umsatzprognose von 3,3 bis 3,5 Milliarden Dollar für das laufende vierte Geschäftsquartal übertraf der kanadische Konzern die Erwartungen der Analysten.
Im Ende November abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal kletterte der Umsatz dank neuer Geräte um 66 Prozent auf 2,78 Milliarden Dollar und lag damit am oberen Limit der erst Anfang Dezember gesenkten Prognose. Der Nettogewinn stieg lediglich um sieben Prozent auf 396 Millionen Dollar. Neben höheren Kosten drückten auch Währungseffekte den Überschuss.
Mit neuen Geräten will RIM (Research In Motion) über seine starke Basis bei Geschäftskunden hinaus auch noch mehr Privatkunden gewinnen. So brachte RIM zuletzt den ersten BlackBerry mit berührungsempfindlichem Bildschirm auf den Markt. Analysten fürchten, die Expansion schade der Gewinnmarge. RIM will im Schlussquartal unter dem Strich 2,9 Millionen neue Abonnenten für seine E-Mail-Dienste gewinnen. Im vergangenen Quartal verkaufte RIM rund 6,7 Millionen seiner BlackBerrys und steigerte die Kundenzahl um 2,6 Millionen auf nun rund 21 Millionen. Mehr als 80 Prozent der Umsätze erzielt RIM mit Geräten, 13 Prozent entfielen zuletzt auf die Dienste, der Rest vor allem auf Software-Erlöse.
Marktführer bei Smartphones ist der weltgrößte Handykonzern Nokia. Microsoft ist mit dem Betriebssystem Windows Mobile bei diversen Herstellern vertreten. Sie alle machen RIM zunehmend Konkurrenz bei Geschäftskunden. Bei Privatkunden ist vor allem auch Apple mit seinem iPhone stark. (dpa) / (jk)