Australisches Ministerium bestellt 1,3 Millionen Gmail-Accounts
Da der Vertrag mit Unisys, Microsoft und anderen über den Betrieb eines E-Mail-System ausläuft, hat das Bildungsministerium von New South Wales den Auftrag neu ausgeschrieben.
Das Bildungsministerium des australischen Bundesstaats New South Wales hat mit dem Internetdienstleister Google die Bereitstellung von E-Mail-Accounts vereinbart. Insgesamt sollen bis zum Ende dieses Jahres 1,3 Millionen Schüler und Lehrer versorgt werden, berichtet die Tageszeitung Sydney Morning Herald. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre.
Der bisherige Vertrag mit dem Konsortium Unisys, Microsoft, Nortel und Optus läuft nach fünf Jahren aus. Diese seinerzeit laut Mitteilung weltweit umfangreichste Verwendung von Microsoft Exchange in einem Bildungssystem hatte dem NSW Department of Education and Training 33 Millionen australische Dollar (20 Millionen Euro) gekostet. Google verlangt nun laut Bericht 9,5 Millionen. Der Speicherplatz je Nutzer erhöht sich von 35 MByte auf 6 GByte.
Die E-Mail-Accounts sind kostenlos, allerdings muss das System in das Portal des Ministeriums eingebunden werden. Außerdem sorgt Google für die Systemsicherheit. Laut Stephen Wilson, Technikchef des Ministeriums, würden strenge Filter zur Abwehr von Spam eingesetzt. Nach seiner Einschätzung ist sein Ministerium Googles größter institutioneller Einzelkunde. Auch andere australische Bundesstaaten seien interessiert. (anw)