Neue MacBooks vor der TĂĽr
In den USA sind Apples Einsteiger-Laptops schon mit neuem Chipsatz und leicht verbessertem Grafikkern sowie 4-GByte-Unterstützung erhältlich.
In den USA verkauft Apple seit dem heutigen Donnerstag MacBooks mit neuem Innenleben: Prozessor und Chipsatz entstammen nun Intels aktueller Baureihe. Der Core 2 Duo läuft in den neuen Modellen mit FSB800 statt bisher FSB667, was Speicherzugriffe bei Bestückung mit zwei Modulen marginal beschleunigt. Die Prozessoren der beiden schnelleren MacBooks laufen entsprechend mit 2,2 statt 2,16 GHz; alle haben einen L2-Cache von 4 MByte. Das WLAN-Modul beherrscht wie schon die MacBook-Pro-Modelle jetzt auch den vorläufigen Standard IEEE 802.11n.
Als Chipsatz kommt Intels Mobile 965 aus dem Santa-Rosa-Paket mit dem Grafikkern X3100 zum Einsatz, bisher trieb ein Mobile 954 mit dem GMA 950 die MacBooks an. Der neue Grafikkern soll bessere 3D-Leistungen erbringen, doch zumindest unter Windows erzielen die damit ausgestatteten Notebooks nicht spürbar bessere Werte als ältere mit dem GMA 950.
Die alten Modelle hat Apple mit maximal 2 GByte Hauptspeicher ausgeliefert, die neuen lassen sich mit 4 GByte bestücken, die dank 64-Bit-Version von Mac OS X (die neuen Modelle werden natürlich mit Leopard ausgeliefert) auch komplett nutzbar sind. Den immensen Preisverfall der dazu notwendigen 2-GByte-Module gibt Apple allerdings nicht an seine Kunden weiter: Der Aufpreis von 2 auf 4 GByte beträgt 600 US-Dollar (in Deutschland beim MacBook Pro 660 Euro), obwohl die Module vor Kurzem im deutschen Einzelhandel von über 200 auf rund 60 Euro gefallen sind.
Die übrige Ausstattung der US-Modelle entspricht der der aktuellen MacBooks: eine 80 bis 250 GByte große Festplatte, ein 13,3-Zoll-Display mit 1280 × 800 Punkten und spiegelnder Oberfläche, DVD-Brenner oder Combo-Laufwerk sowie Bluetooth. Das Gewicht liegt weiterhin bei 2,27 Kilogramm, was für ein Notebook dieser Größe recht viel ist. Die Laufzeit gibt Apple mit 6 Stunden an. Die Preise betragen wie bisher 1099 und 1299 für die vorkonfigurierten weißen und 1499 US-Dollar für das schwarze Modell; Preise und Verfügbarkeit für Deutschland gibt Apple noch nicht bekannt. Nur gegen Aufpreis sind Modem und Adapter zum Anschluss von VGA- und DVI-Monitoren erhältlich.
Im MacBook Pro steckt schon länger der Santa-Rosa-Chipsatz Mobile 965, sodass Apple nur die optionale Ausstattung angepasst hat: Im US-Shop ist Intels 2,6-GHz-Version des Core 2 Duo für 250 US-Dollar Aufpreis wählbar, im deutschen Shop fehlt sie noch.
Wann die neuen Modelle und Varianten im deutschen Store erhältlich sein werden, konnte Apple (aufgrund des heutigen Feiertags in einigen Bundesländern) uns nicht beantworten. (jow)