Bosch gibt Traditionsmarke Blaupunkt ab
Die Industrieholding Aurelius übernimmt vom weltgrößten Autozulieferer Bosch das unter der Traditionsmarke Blaupunkt geführte sogenannte Handels- und Komponentengeschäft mit Autoradios, Car-Infotainment-Systemen und PNDs.
Die Münchner Industrieholding Aurelius übernimmt vom weltgrößten Autozulieferer Bosch das unter der Traditionsmarke Blaupunkt geführte sogenannte Handels- und Komponentengeschäft. Darunter fallen Autoradios und Car-Infotainment-Systeme zum nachträglichen Einbau sowie Navigationsgeräte (Personal Navigation Devices – PND).
Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Blaupunkt damit einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro, fuhr dabei aber Medienberichten zufolge Verluste ein. Auch in Zukunft solle Blaupunkt mit seinen Werken in Portugal, Tunesien und Malaysia vom Hauptsitz im niedersächsischen Hildesheim aus gesteuert werden, kündigte der neue Eigentümer an.
Nicht betroffen von der Transaktion sind Erstausrüstungssysteme im Bereich "Car Multimedia Car Infotainment". Diese etwa im Vergleich zu Autoradios zum Nachrüsten komplexeren und margenträchtigeren Systeme sieht Bosch weiterhin als Bestandteil seines Kerngeschäfts an.
Über den Kaufpreis für Blaupunkt haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Eigentümerwechsel steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden. Den Abschluss der Transaktion erwartet Aurelius für Anfang Februar 2009. Der Finanzinvestor war im September durch die Übernahme des Schnapsbrenners Berentzen bekannt geworden. (map)