TDK will Epcos übernehmen
Der japanische Konzern will ein Übernahmeangebot im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro unterbreiten.
Der japanische Elektronikkonzern TDK will den deutschen Bauelemente-Spezialisten Epcos übernehmen. Die beiden Unternehmen haben heute laut Mitteilung ein "Business Combination Agreement" unterzeichnet. TDK will den Epcos-Anlegern 17,85 Euro je Aktie bezahlen, zusammengenommen ergibt sich eine Kaufsumme in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. TDK hält bereits einen Anteil von 2,5 Prozent am Grundkapital der Epcos AG und hat sich den Erwerb weiterer rund 7,0 Prozent gesichert.
Epcos-Chef Gerhard Pegam hatte im Mai auf die Gefahr einer Übernahme hingewiesen. Sein Unternehmen sei an der Börse zu niedrig bewertet, sagte er in einem Zeitungsinterview. Heute meldet Epcos eine "stabile Geschäftsentwicklung", der Umsatz des dritten Quartals liege mit 367 Millionen Euro 1 Prozent über dem des dritten Quartals des Vorjahres. Das EBIT verbessere sich um 2 Millionen auf 28 Millionen Euro.
Nun sagt Pegam, durch den Zusammenschluss werde eines der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der elektronischen Bauelemente entstehen. Die Perspektiven seien viel versprechend, da sich die Bauelemente-Aktivitäten von TDK und EPCOS in technischer respektive geografischer Hinsicht und bei den Absatzmärkten kaum überschnitten. Die neue Geschäftsleitung werde aus drei TDK- und zwei Epcos-Vertretern bestehen. Die Epcos-Konzernzentrale und die Zentralen der Geschäftsbereiche sollen erhalten bleiben, die Marken TDK und Epcos sollen künftig weitergenutzt werden. (anw)