DB2-Viper reitet Mac-Leopard

IBMs Datenbank DB2 9.5.2, Codename Viper, läuft als Beta-Version erstmals auch unter Mac OS X 10.5 (Leopard).

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Von
  • Peter SchĂĽler

Ohne große Ankündigung hat IBM die jüngste Version 9.5.2 seiner XML-tauglichen SQL-Datenbank DB2 außer für die bisher unterstützten Plattformen auch unter dem MacIntosh-Betriebssystem zum Laufen gebracht. Mit dem missverständlichen Hinweis "First ever DB2 Express-C for Mac OS X beta now available" offeriert Big Blue seit dem heutigen Montag einen kostenlosen Download, der die kostenlose Community Edition als ersten Vertreter der gesamten DB2-Produktpalette in die MacIntosh-Welt schickt. Außer durch Bugfixes unterscheidet sich die neue Ausgabe durch eine integrierte Textsuche von ihrer Vorgängerin. Die Installations-Vorraussetzungen und lizenzbedingten Grenzen der Express-C-Ausgabe sind bislang nur für Windows- und Linux-Systeme dokumentiert, dürften sich aber auf den neu hinzugekommenen Apple-Computern ähnlich darstellen.

Seit sich die erste Viper-Version am Markt ankündigte, hatten Mac-Anhänger darüber spekuliert, ob es daraufhin auch eine Version für die Apple-Rechner geben würde, wurden aber auch von IBM-Entwicklern mit dem Ratschlag vertröstet, den Server in einer virtuellen Maschine unter dem Gast-Betriebssystem Linux oder Windows zu betreiben. Die jetzt erscheinende native Anwendung für Intel-Macs sollte diesen Umweg ein Ende bereiten.

Das Download-Volumen der Mac-Software misst mit 138 MByte gerade einmal ein Drittel der entsprechenden Pakete für Windows- und Unix-/Linux-Systeme. Eine Menge Code konnte IBM dabei für die erforderliche Java-Umgebung einsparen, die für andere Betriebssysteme im Downloadpaket, für Macs aber von vornherein im Betriebssystem enthalten ist. Ob zur schlanken Linie der Mac-Version auch ein reduzierter Funktionsumfang beiträgt, ließ sich auf Anhieb nicht in Erfahrung bringen, ebenso wenig wie die Planung, ob und wann IBM mit der kommerziellen und der Express-Ausgabe seiner Datenbank für Mac OS X nachziehen wird. (hps)