Toyota entwickelt Segway-Konkurrenten
Der japanische Automobilkonzern hat Winglet vorgestellt, einen Roller, der ähnlich wie der "Human Tranporter" Segway funktioniert.
Der japanische Automobilhersteller Toyota hat mit dem "Winglet" einen Roller vorgestellt, der nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert wie der "Human Transporter" Segway. Die Räder sind links und rechts neben der Stehfläche für den Fahrer montiert. Sensoren sorgen beim Winglet dafür, dass der Elektromotor den Roller nicht nur antreibt, sondern auch ausbalanciert, schildert Toyoto in einer Mitteilung. Der Fahrer beschleunigt, bremst und lenkt wie beim Segway durch Gewichtsverlagerung.
Marktreif ist der Roller noch nicht. Er soll zunächst im kommenden Herbst unter anderem auf dem Gelände des Central Japan International Airport bei Nagoya getestet werden. 2009 wollen die Toyota-Entwickler in einem Einkaufszentrum in Yokohama sehen, ob Winglet für Fahrten durch Menschenmengen geeignet ist und wie die Besucher reagieren.
Toyota entwickelt Winglet in drei Größen. Die kleinste Ausführung ist mit 46,2 cm Höhe und einem Gewicht von knapp 10 kg bei einer Reichweite von 5 km mit einer Akkuladung eher für sportliche, freihändige Betätigungen gedacht. Das Modell "M", das 68 cm hoch ist, wiegt so wie das mit 1,13 m größte Modell "L" 12,3 kg. Beide kommen mit einer Akkuladung 10 km weit. Alle drei Modelle können maximal 6 km/h schnell fahren.
Der Segway wurde Ende 2001 vorgestellt. Ihn gibt es mittlerweile in zwei Grundmodellen für den Stadtverkehr und für Querfeldeinfahrten. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h, sie wiegen um 50 kg, eine Akkuladung reicht für eine Gesamtstrecke von 20 bis 40 km. In Deutschland ist die Nutzung des Segway mittlerweile in einigen Bundesländern mit Sondergenehmigung erlaubt. (anw)