Umfrage zum Klimawandel: Die Menschen müssen ihre Lebensweise ändern

Über 80 Prozent sind laut einer BBC-Umfrage der Ansicht, dass sich das Verhalten der Menschen ändern müsse. 61 Prozent meinen, die Energiepreise müssten teurer werden.

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Von
  • Florian Rötzer

Laut einer von der BBC in Auftrag gegebenen Umfrage in 21 Ländern sind 83 Prozent der Ansicht, dass die Menschen aufgrund des Klimawandels ihren Lebensstil und ihre Verhaltensweisen verändern müssen. 61 Prozent sagen auch, dass die Energiepreise noch weiter ansteigen müssten, um die Menschen und die Industrie zum Energiesparen zu bringen. Befragt wurden zwischen Ende Mai und Ende Juli mehr als 22.000 Menschen.

Allerdings sprechen sich nur 50 Prozent für eine Erhöhung der Steuern aus, 44 Prozent sind dagegen. Von den Chinesen befürworten 85 Prozent Steuererhöhungen, gefolgt von 61 Prozent in Australien und Chile sowie 59 Prozent in Deutschland. Mehrheiten in Italien, Südkorea, Brasilien, Ägypten und den USA halten hingegen nichts von Steuererhöhungen. Wenn die erhobenen Steuern allerdings für Maßnahmen der Energieeffizienz und der Förderung neuer Energien verwendet würden, wären auch hier drei Viertel der Befragten dafür. In China sprächen sich dann 97 Prozent für Steuererhöhungen aus, was zeigt, dass hier fast alle der Überzeugung sind, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen werden müssen. Befragt wurden hier allerdings nur Einwohner großer Städte.

In Spanien, Mexiko, Kanada, Italien und China sagen 60 Prozent und mehr, dass sich Lebensstil und Verhalten zwingend verändern müssen. Den höchsten Prozentsatz bei denjenigen, die meinen, es müsse sich nichts verändern, findet man in Nigeria, Ägypten und Kenia, gefolgt US-Amerikanern (19 Prozent) und Indern (18 Prozent). Allerdings sagen in den USA 48 Prozent der Menschen, dass Veränderungen zwingend notwendig seien, in Deutschland sind es nur 36 Prozent, womit die Deutschen hier an drittletzter Stelle vor Russland und der Türkei liegen.

Große Mehrheiten sind auch dafür, die Kosten für die Energieformen wie Kohle oder Öl, die den Klimawandel am stärksten verursachen, anzuheben, um den Energieverbrauch zu senken. Das sagen 81 Prozent der Australier, 77 Prozent der Briten, 70 Prozent der Deutschen, 65 Prozent der Amerikaner und 53 Prozent der Spanier. In Russland und Italien meint hingegen die Hälfte der Befragten, dass die Erhöhung der Energiekosten nicht notwendig sei. Grund dafür dürfte sein, dass hier die Energiekosten bereits sehr hoch sind. Nigeria ist das einzige Land, in dem die Mehrheit dagegen ist. (fr)