Offene Kanäle in Hessen müssen mit weniger Geld auskommen

Die Förderung der Offenen Fernsehkanäle wurde 2008 um 200.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr gekürzt.

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  • dpa

Die vier Offenen Fernsehkanäle in Hessen müssen in diesem Jahr mit weniger Geld auskommen. Die Förderung sei von rund 1,8 Millionen Euro in 2007 auf etwa 1,6 Millionen Euro zurückgefahren worden, teilte die hessische Staatskanzlei auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag mit. Auch der Etat zur Unterstützung von sieben nicht kommerziellen Lokalradios wurde demnach um gut 75.000 Euro auf 608.000 Euro gekürzt. Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) betreibt in eigener Trägerschaft vier Offene Kanäle in Kassel, Gießen, Offenbach und Fulda.

Der Landtag hatte Ende Mai 2007 mit einem neuen Privatrundfunkgesetz die Mittelverteilung bei der LPR verändert. Danach sollte mehr Geld für digitales Fernsehen und für die Förderung von Medienkompetenz zur Verfügung stehen. Die Grünen hatten damals befürchtet, dass die Offenen Kanäle und die nicht-kommerziellen Radios dadurch rund 400.000 Euro weniger zur Verfügung haben.

Allerdings wurden im Haushaltsplan 2008 auch weniger Mittel für die Förderung von Medienkompetenz veranschlagt. Die Summe sank nach Auskunft von Staatskanzlei-Chef Stefan Grüttner (CDU) um knapp 300.000 Euro auf gut eine Million Euro. Dadurch habe die LPR Praxisprojekte in Kindergärten, Schulen und Hochschulen einschränken oder vereinzelt sogar streichen müssen. (dpa) (bo)