Electronic Arts: Gewinnplus und starkes Onlinegeschäft

Spieleriese Electronic Arts freut sich über steigende Umsätze im Online-Geschäft, muss aber gleichzeitig Umsatz-Einbußen aus dem physischen Vertrieb hinnehmen. Unterm Strich stieg der Gewinn an.

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Spieleriese Electronic Arts (EA) konnte im ersten Quartal (April bis Juni) seines neuen Geschäftsjahres rund 222 Millionen US-Dollar Gewinn einfahren – ein klares Plus gegenüber dem Vorjahresquartal mit 201 Millionen. Beim Umsatz gab es laut Mitteilung leichte Einbußen, waren es 2012 noch 955 Millionen US-Dollar, hat das Unternehmen nunmehr 949 Millionen US-Dollar eingefahren. Auf die einzelne Aktie umgelegt konnte EA 0,71 US-Dollar Gewinn vermelden.

Dabei zeigten sich vor allem die Umsätze aus digitalen Vertriebskanälen als Wachstumstreiber: Waren es im Vorjahresquartal noch 342 Millionen US-Dollar, stieg die Summe nun auf 482 Millionen US-Dollar. Insbesondere das Geschäft mit Spielen auf Mobilgeräten gewinnt dabei an Bedeutung und legte zum Vorjahr um rund 30 Prozent zu. Der physische Vertrieb schnitt allerdings weniger gut ab: Von 592 Millionen im Vergleichszeitraum sackte der Umsatz hier auf 452 Millionen US-Dollar im aktuellen Quartal ab.

EA sprach von einem soliden Quartal, angetrieben durch digitales Wachstum und diszipliniertes Kostenmanagement. Bei den Einzeltiteln hob das Unternehmen unter anderem das Rennspiel Real Racing 3 hervor, das seit Veröffentlichung im März auf iOS Geräten über 45 Millionen Mal heruntergeladen wurde und von rund 2 Millionen täglich aktiven Nutzern gespielt wird. Die Spielergemeinde von Battlefield 3 wuchs weiter auf nunmehr 4 Millionen Abonnenten an. Ebenfalls trugen die Titel FIFA 13 sowie FIFA Online 3 zu den steigenden Umsätzen im Online-Geschäft bei. EAs Downloadplattform Origin kann den Angaben nach inzwischen 50 Millionen Nutzer verzeichnen, davon rund 22 Millionen über mobile Geräte.

Im vorigen Quartal musste EA noch einen Umsatz- und GewinnrĂĽckgang verzeichnen, die US-Belegschaft sollte um rund 10 Prozent, also knapp 900 Mitarbeiter verkleinert werden. Vor kurzem wurde bekannt, dass im Zuge der Umstrukturierungen auch das deutsche Studio EA Phenomic komplett geschlossen werden soll. (axk)