EU-Kommission ermöglicht weitere Preisnachlässe bei E-Books
Der Penguin-Verlag hat sich gegenüber der EU-Kommission auf eine neue Preispolitik verpflichtet,
E-Books des britischen Penguin-Verlags dürften billiger werden. Das Unternehmen hat sich gegenüber der EU-Kommission auf eine neue Preispolitik verpflichtet, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Dies soll etwa Rabatte erleichtern. Die Kommission hatte mehrere Verlage und Apple im Verdacht, gemeinsam die Einzelhandelspreise für elektronische Bücher hochzuhalten. Die anderen betroffenen Unternehmen hatten bereits vor rund einem halben Jahr eingelenkt.
Die Kommission stieß sich insbesondere an Verträgen zwischen den Verlagen und Apple als E-Book-Anbieter. Penguin und die anderen Verlage konnten dabei die Preise bestimmen. Das soll nun ein Ende haben: Einzelhändler sollen den Kunden für mindestens zwei Jahre Rabatte gewähren können.
Die EU-Kommission betonte, sie habe keine Entscheidung darüber getroffen, ob Penguin tatsächlich Kartellrecht verletzt hat. Falls der Verlag nun aber gegen seine Zusagen verstoße, riskiere das Unternehmen eine Geldstrafe von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Die deutsche Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Hachette Livre aus Frankreich, und die US-Verlage Harper Collins und Simon & Schuster hatten sich bereits im Dezember mit der EU-Kommission auf ähnliche Auflagen geeinigt. Anfang Juli entschied eine US-Richterin in einem anderen Fall, dass Apple illegale Preisabsprachen bei E-Books auf dem US-Markt getroffen habe. Das Unternehmen wollte das Urteil anfechten. (anw)