Ehemaliger Manager wirft Samsung Bestechung vor

Kim Yong-chul, ehemaliger Leiter der Rechtsabteilung bei Samsung, behauptet, jede Sparte des Konzerns fĂĽhre Schmiergeldkassen.

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Ein früherer Samsung-Manager wirft seinem Konzern vor, eigens Kassen dafür eingerichtet zu haben, um Politiker, Steuerbeamte und Staatsanwälte zu bestechen. Kim Yong-chul, 2004 bis 2006 Leiter der Rechtsabteilung bei Samsung, forderte die Polizei laut einem Bericht der Korea Times zu Ermittlungen auf. Jede Abteilung des Konzerns führe ihre Schmiergeldkassen.

Zu seiner Zeit seien 5 Milliarden Won unter seinem Namen auf einem Konto geparkt worden, das er nicht selbst eröffnet habe. Sein Arbeitgeber habe ihn dazu aufgefordert, Staatsanwälten dreimal im Jahr zu festlichen Gelegenheiten Geld zukommen zu lassen. Insgesamt habe er allein 40 Personen "geschmiert". Er besitze eine Liste mit jenen, die von Samsung Geld erhalten haben. Daneben würden rund tausend Konten unter anderen Namen geführt, sagte Kim während einer Pressekonferenz.

Der Konzern weist alle VorwĂĽrfe von sich, berichtet die Korea Times. Kim, der kein Experte in Finanzdingen sei, habe Dokumente falsch verstanden und meine, es werde Geld an der Finanzaufsicht vorbeigeschleust. (anw)