Berichte: Kamerun seit einer Woche offline

Eine Störung am Tiefseekabel vor der kamerunischen Küste soll das gesamte Land vom Internet abgeschnitten haben, berichten afrikanische Nachrichtenagenturen.

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Seit vergangenen Mittwoch ist die Internetverbindung von und nach Kamerun offenbar gestört und zeitweise komplett unterbrochen. Agenturberichten zufolge macht Camtel, der nationale Telekommikationsanbieter, eine technische Störung am Übergabepunkt des Tiefseekabels etwa 40 Kilometer vor der Küstenstadt Douala für den Verbindungsabbruch verantwortlich. Technische Teams seien vor Ort und würden versuchen, das Problem zu beheben. Das SAT-3-Glasfaserkabel versorgt zahlreiche afrikanische Staaten, darunter Nigeria und Angola, mit Telefon und Internetzugang und verbindet den Kontinent über Portugal und Spanien mit dem europäischen Netz.

Erste Störungen sollen bereits am vergangenen Mittwoch aufgetreten sein. Entgegen anders lautenden Berichten vom Wochenende ist das Problem offenbar noch nicht behoben und dauerte auch am heutigen Dienstag an. Zahlreiche kamerunische Unternehmen, darunter Finanzdienstleister, Medien und Internet-Cafes, klagen weiterhin über massive Beeinträchtigungen und Totalausfälle, hieß es heute. Darüber hinaus rechnen Branchenkenner mit anhaltenden Störungen noch bis in die zweite Novemberhälfte, berichten örtliche Medien. (vbr)