Seniorensport

Anfang August 2013 wird der Nürburgring zum Eldorado des Oldtimer-Motorsports. Beim AvD-Oldtimer-GP blasen legendäre Fahrzeuge mit Rennsport-Stars am Steuer den Flugrost vom Herumstehen aus ihren Auspuffrohren

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Nürburg, 31. Juli 2013 – Vom 9. bis 11. August 2013 wird der Nürburgring zum Eldorado des Oldtimer-Motorsports. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix treffen sich Rennsport-Stars von gestern und heute, gehen legendäre Fahrzeuge auf die Strecke und sind Raritäten zu sehen, die sonst in Museen und Privatsammlungen schlummern.

Zu den Highlights gehören Rennen der drei historischen Serien des Automobil-Weltverbandes FIA. Dabei treten historische Sportwagen, Formel-1-Autos und die Formel-Junior-Wagen der Lurani-Trophy an. Darüber hinaus starten bei einem Rennen der Grand-Prix-Wagen bis 1960 mehr als drei Dutzend Fahrzeuge, darunter alleine sieben Maserati 250F. Vier Dutzend seltene Fahrzeuge nehmen an den Läufen der Rennsportwagen und GTs bis 1960/61 teil. Dazu gehören ein einstündiges Abendrennen am Samstag und ein weiterer Lauf am Sonntag, der mit einem Le-Mans-Start eröffnet wird. Zu sehen ist dabei unter anderem der Ferrari 250 GT SWB Breadvan von Max Werner. Raritäten gibt es auch im historischen Fahrerlager zu sehen, wo sich die Vorkriegs-Rennwagen versammeln – darunter ein Bugatti 35C aus dem Jahr 1927.

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Maserati 250F: Beim Rennen der Grand-Prix-Fahrzeuge bis 1960 treten gleich sieben Stück dieser Rarität an.

Für Höhepunkte sorgt auch die Teilnahme mehrerer Autohersteller. So feiert Porsche den 50. Geburtstag des Elfers mit einem Korso aus 50 Kundenautos aller 911-Generationen. Auf dem großen Areal der Zuffenhausener in der Mercedes-Arena gibt es auch über 500 Porsche-Fahrzeuge zu sehen, darunter der 956/962 von Stefan Bellof. Dieses legendäre Auto ist auch einer der Hauptdarsteller beim "Stefan Bellof Tribute", mit dem an eine einmalige Fahrt des Rennfahrers beim Training zum 1000-Kilometer-Rennen 1983 erinnert wird: Als einziger Pilot knackte Bellof die Schallmauer eines Rundendurchschnitts von 200 km/h. Zum Gedenken daran wird der damalige Teamkollege Derek Bell den 956 am Samstag und Sonntag um die Nordschleife lenken. Höhepunkt ist die Umbenennung einer Kurvenkombination auf der Nordschleife in "Stefan-Bellof-S" am Samstag.

Auch die Klassik-Abteilung von BMW präsentiert einmalige Fahrzeuge. Außerdem veranstalten die Münchner Demoläufe sowie zwei BMW-Rennen. Zu den gezeigten Autos gehört das original Formel-1-Weltmeisterfahrzeug von Nelson Piquet aus dem Jahr 1983, das von Marc Surer pilotiert wird. Auch der Formel-2-Chevron BMW B21 von 1972 wird mit dem Ex-DTM- und Motorradrennfahrer Johnny Cecotto die Blicke auf sich ziehen. Ein weiteres Highlight ist das 1999er-Siegerfahrzeug von Le Mans: Der BMW V12LMR von Jockel Winkelhock wird von ihm selbst gefahren.