Chinesische Softwarepiraten zu Haftstrafen verurteilt
Haftstrafen von bis zu sechseinhalb Jahren erhielten die Anführer eines Fälscherrings, der illegale Kopien von Microsoft-Produkten im Wert von 2 Milliarden US-Dollar weltweit vertrieben haben soll.
Gegen elf Softwarepiraten hat ein chinesisches Gericht in Shenzhen am Silvestertag Haftstrafen zwischen anderthalb und sechseinhalb Jahren verhängt. Laut Mitteilung des US-Konzerns Microsoft handelt es sich bei den Verurteilten um die Anführer des "weltgrößten Softwarefälscher-Syndikats". Ihnen wird vorgeworfen, Microsoft-Produkte im Wert von 2 Milliarden US-Dollar (1,4 Milliarden Euro) illegal kopiert und weltweit vertrieben zu haben.
Die Mitglieder des aus der südchinesischen Provinz Guangdong operierenden Fälscherrings waren den Angaben zufolge nach gemeinsamen Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI und des chinesischen Büros für öffentliche Sicherheit (PSB) im Juli 2007 verhaftet worden. Bei den Ermittlungen seien auch Hinweise von Microsoft-Nutzern, die gefälschte Software gemeldet hatten, herangezogen worden. Microsoft begrüßte das Urteil als "klare Botschaft an die Fälscher". (vbr)