Indien spart Millionen mit Open Source

Das indische Regierungsprogramm IT@school, das die IT-Ausbildung fördert, setzt bewusst auf freie Software – und spart damit Geld.

vorlesen Druckansicht 6 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Das indische Regierungsprogramm IT@school fördert die IT-Ausbildung in dem indischen Bundesstaat Kerala durch die Ausbildung von Lehrern sowie die Bereitstellung von Hardware und Zugang zum Internet. Das Projekt, das für die IT-Ausbildung von bislang 200.000 Lehrern und vier Millionen Studenten gesorgt hat, setzt dabei bewusst auf freie Software – laut eigenen Aussagen ist IT@school das "größte Deployment freier Software im Erziehungssektor weltweit".

Gegenüber der News-Site Thaindian News haben die Verantwortlichen erklärt, in der nächsten Ausbaustufe des Projekts durch den Einsatz freier Software rund 2,3 Millionen US-Dollar (1,6 Millionen Euro) einzusparen. Hier werden weitere 2000 Schulen mit gut 11.000 Rechnern ausstattet, wofür ein Gesamtbudget von 11,7 Millionen US-Dollar (8,2 Millionen Euro) zur Verfügung steht – mit proprietärer Software hätte man fast 20 Prozent davon für Lizenzen ausgeben müssen. Der Bildungsminister von Kerala bezeichnete den Einsatz freier Software als vorbildlich auch für andere Staaten und verwies darauf, dass Open Source mehr Vorteile bietet als bloß das Einsparen von Kosten: "Es gibt hier auch eine Reihe pragmatischer Erwägungen, etwa die Möglichkeit, Wissen zu teilen." (odi)