3 Austria darf vorerst nicht vom größten Netz sprechen
Der Netzbetreiber 3 hatte eine spezielle Werbekampagne gestartet und behauptet, das "größte zusammenhängende UMTS-Netz" Österreichs zu haben. Das untersagte das Handelsgericht Wien vorläufig.
Der österreichische UMTS-Netzbetreiber 3 darf vorerst nicht mehr behaupten, das "größte UMTS-Netz Österreichs" zu haben. Eine entsprechende Einstweilige Verfügung hat Marktführer Mobilkom Austria beim Handelsgericht Wien erwirkt. Nach Angaben von 3 hat die Mobilkom in ihrer Klage ihre eigene 3G-Netzabdeckung mit 80 Prozent angegeben, 3 gibt sich selbst 83 Prozent. Dem Gericht war dieser Unterschied nicht groß genug, die Werte seien "nicht ohne Weiteres vergleichbar."
3-Chef Berthold Thoma gibt sich zuversichtlich für das entscheidende Hauptverfahren: "Eigentlich hat uns Mobilkom Austria im Verfahren Recht gegeben, in dem sie ihre eigene Netzabdeckung mit lediglich knapp 80 Prozent angab. Wir haben sie damit beim UMTS-Netzausbau schlicht und einfach überholt!" Mitte Oktober hatte 3 eine spezielle Werbekampagne gestartet und behauptet, das "größte zusammenhängende UMTS-Netz" Österreichs zu haben. Die Mobilkom reagierte mit einer Klage auf Unterlassung der Behauptung und beantrage eine Einstweilige Verfügung. Diese ist nun ergangen, stellt aber keine endgültige Entscheidung des Gerichts dar. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)