Collada 1.5.0: Lingua Franca für 3D-Designer

Die neue Version der Collada-Spezifikation soll den Austausch von 3D-Daten zwischen unterschiedlichen Programmen weiter vereinfachen.

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Von
  • Kersten Auel

Die Khronos Group hat die Version 1.5.0 von Collada verabschiedet. Das XML Schema (XSD) ist ein Austauschformat für 3D-Inhalte, das mittlerweile viele Animations- und Grafikprodukte unterstützen, darunter Softimage XSI, Maya, 3DS Max, Googles Sketchup, Nvidias FX Composer 2 und Photoshop CS3.

Ergänzt wurde die Spezifikation um B-reps (Boundary Representations) und Kinematik-Funktionen, die unter anderem in der Automotivẹ-Industrie von Bedeutung sind. Neu ist außerdem ein Profil für Effekte in OpenGL ES 2.0 (Open Graphics Library for Embedded Systems), darüber hinaus hat das Konsortium die Unterstützung für externe Shader-Systeme verbessert. Da Collada 1.5.0 Georeferenzierung räumlicher Daten unterstützt, können GIS-Anwendungen mit Hilfe dieses Formats reale und virtuelle 3D-Daten gemischt verwenden. Ein neues, unter Mitarbeit von Google entwickeltes Dateiformat mit der Endung .zae (Zipped Asset Exchange) ist dafür gedacht, komprimierte Collada-Modelle über Googles 3D Warehouse zugänglich zu machen.

Gleichzeitig mit der neuen Release der Spezifikation hat die Khronos Group ein Update für die Vorgängerversion verabschiedet. Collada 1.4.2 enthält Fehlerkorrekturen und kleinere Zusätze. (ka)