Studie: Microsofts Markenimage im freien Fall
In den letzten vier Jahren sei der Software-Konzern in einer Umfrage unter 12.000 befragten US-Entscheidungsträgern von Platz 12 auf Rang 59 gefallen – weit hinter Konzerne wie Wal-Mart und McDonald's.
Laut der Studie CoreBrand Power 100, bei der 12.000 US-Entscheidungsträger befragt werden, um unter 1200 Firmen diejenigen mit den mächtigsten Marken zu ermitteln, ist Microsoft seit 2004 um 47 Plätze gefallen. Im Jahr 1996 belegte der Redmonder Software-Konzern noch den Spitzenplatz.
Um die Firmenmarken zu bewerten, lässt CoreBrand Kriterien wie den Bekanntheitsgrad, das Ansehen, die Wahrnehmung des Managements und das Investitionspotenzial einfließen. Von diesen könne Microsoft nur im Bekanntheitsgrad punkten, falle aber in den anderen Kriterien kontinuierlich ab, kommentierte CoreBrand-CEO James Gregory das Ergebnis gegenüber US-amerikanischen Medien. Auffallend sei, dass der Abstieg seit Jahren kontinuierlich erfolge und sich zuletzt sogar dramatisch beschleunigt habe.
Unter den Unternehmen aus dem Computerbereich nimmt Microsoft hinter IBM Platz 2 ein, dicht gefolgt vom Hardware-Hersteller Toshiba, der Microsoft im nächsten Jahr überholen dürfte, falls sich der Trend fortsetze.
Als Hauptgrund für den Abstieg sieht Gregory vor allem Microsofts Unvermögen, Außenstehenden einen geradlinigen Bussinessplan für die weit verzweigten Geschäftsfelder Software, Unterhaltung und Online-Dienste zu präsentieren. Es genüge nicht, die Strategien fürs Online-Werbegeschäft mit neuen Services zu erweitern und beispielsweise Yahoo zu kaufen. ()