Gemischtes Hack: Scannen, Drucken, alles in 3D

Platzhirsch Makerbot bringt seinen 3D-Scanner auf den Markt und in Oldenburg öffnet das erste 3D-Drucker-Geschäft. Aus den Geräten kommen Damenschuhe, Fotoapparate, aber keine Nachschlüssel mehr.

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Von
  • Philip Steffan

Unsere Kurzmeldungen zum Wochenende fallen dieses Mal sehr 3D-Druck-lastig aus. (Tipps nimmt die Redaktion übrigens immer gerne unter hacks@heise.de oder über unsere Social-Media-Kanäle entgegen.)

Der schon vor Monaten angekündigte 3D-Scanner aus dem Hause Makerbot steht kurz vor der Auslieferung. Mit zwei Linienlasern soll man damit innerhalb von drei Minuten ein Objekt auf dem Drehteller einscannen können, das bis zu 20 Zentimeter hoch sein darf. Die vor zwei Monaten verkündete Übernahme Makerbots durch Stratasys ist laut Firmenblog nun abgeschlossen.

In Oldenburg eröffnet am 9. September der erste 3D-Drucker-Laden Deutschlands. Auf 133 Quadratmetern sollen bei iGo3D Drucker und Verbrauchsmaterialien gezeigt und verkauft werden. Außerdem werden im Ladengeschäft Workshops zum Scannen, Konstruieren und Drucken in 3D gegeben.

Im Sculpteo-Blog gibt es ein Interview mit Léo Marius, der die 3D-druckbare Spiegelreflexkamera OpenReflex designt hat. Sein Tipp an alle, die vor 3D-Design noch zurückschrecken: Einfach machen! (Das kommt uns bekannt vor.)

Das Gehäuse der Open-Source-Kamera OpenReflex kommt aus dem 3D-Drucker.

(Bild: Léo Marius )

Der Designer Janne Kyttanen hat auf Cubify die Vorlagen für Damenschuhe aus dem 3D-Drucker veröffentlicht. Leider nur im proprietären cubex-Format für den Cube-Drucker und darüber hinaus in einzelnen Dateien für die festen Schuhgrößen 35 bis 40: Dass der eigene 3D-Drucker neue Gestaltungsansätze wie parametrisches Design ermöglicht, in diesem Fall also Schuhe, die genau zu den eigenen Füßen passen, hat der Finne wohl nicht verstanden.

Der 3D-Druck-Dienstleister i.Materialise will in Zukunft keine Sicherheitsschlüssel mehr fabrizieren. Hacker hatten vergangene Woche eine Software vorgestellt, die 3D-Modelle von Schlüsseln des amerikanischen Herstellers Schlage erzeugt. Durch das "Ausdrucken" dieser Modelle in Kunststoff und Metall erhält man einen funktionierenden Nachschlüssel. (phs)