Microsoft schließt langfristiges Lizenzabkommen für Physik-Engine Havok
Die Microsoft Game Studios können nun für die Entwicklung von Computer- und Videospielen die Physik-Engine der Intel-Tochterfirma nutzen.
Microsoft hat ein langfristig angelegtes Lizenzabkommen mit Havok, dem Entwickler der gleichnamigen Physik-Engine, unterzeichnet. Somit ist es nun allen Microsoft-eigenen Studios und deren weltweiten Entwicklungspartnern möglich, die Physik- und Animationswerkzeuge von Havok für die Spieleentwicklung zu nutzen. Der Entwicklungsaufwand soll dadurch verringert und somit die Kosten reduziert werden. Auch aktuelle Erweiterungen, wie beispielsweise Havok Cloth und Havok Destruction, stehen dann Microsoft und deren Partnern bei der Kreierung von PC- und XBOX-360-Spielen zur Verfügung. Bereits vor dem Abkommen lizenzierte Microsoft Havok-Produkte für Spiele wie Halo 2, Halo 3 und Age of Empires III. Bei den sich noch in Arbeit befindlichen Titeln Banjo Kazooie: Nuts and Bolts, Fable 2 und Halo Wars nutzen die Entwickler bereits Havok-Tools.
Die Havok-Physik-Engine für Physikeffekte wie Kollisionen, Rauch oder Flüssigkeitsströmungen ist bei PC-Spielen weit verbreitet und kommt beispielsweise bei Assassin's Creed, BioShock, Half Life 2 und World in Conflict zum Einsatz. Insgesamt wurde die Engine laut Havok bei mehr als 150 Computer- und Videospielen bereits verwendet. Im Gegensatz zur Konkurrenz: Für das PhysX-Framework von Nvidia gibt es spezielle Beschleunigerkarten, die sich jedoch bis heute nicht durchsetzen konnten. Zum einen unterstützen nur wenige Spiele solche Physikbeschleuniger, zum anderen gerät die hohe Rechenleistung der Shader-Einheiten moderner Grafikkarten vermehrt in den Fokus von Physik-Programmierern. (mfi)