Update für Xbox 360 ersetzt Microsoft Points durch Euro
Microsoft schafft wie angekündigt seine virtuelle Points-Währung ab.
Für Microsofts Spielkonsole Xbox 360 ist ein neues Update verfügbar, nach dessen Installation Nutzer für Spiele, Filme und andere Inhalte künftig mit Euro zahlen. Das alte Zahlungsmittel Points wird abgeschafft; Microsoft hatte diese Maßnahme bereits Anfang 2012 angekündigt.
Vorhandenes Guthaben rechnet Microsoft bei der Umstellung automatisch um. Es soll bis zum 1. Juni 2015 seine Gültigkeit behalten. Alte Gutscheinkarten sind weiter einlösbar. Außerdem können Nutzer mit dem Geld auf ihrem Xbox-Konto nicht nur auf der Xbox 360, sondern auch im Windows Phone Store, bei Xbox Music und künftig auch auf der Xbox One bezahlen, die voraussichtlich im November auf den Markt kommen soll.
Microsoft startete seine Online-Währung Points Ende 2005 mit der Einführung der Xbox 360 und dessen Xbox Live Marketplace, in dem Download-Spiele verkauft werden. Microsoft Points ließen sich unter anderem zur Bezahlung von Xbox-Live-Spielen und Games for Windows nutzen. Bei den Download-Spielen für die Xbox 360 hatte Microsoft bereits Anfang 2012 angefangen, einzelne Spielangebote in realen Währungen anzubieten.
In die Kritik gerieten Microsoft Points, weil die Umrechnung (100 Points kosten 1,20 Euro) kompliziert war und Kunden die Points zunächst nur in 500er-Paketen kaufen konnten; seit 2010 sind es 400er-Pakete. Beim Erwerb eines Spiels oder Songs blieb meist immer ein Rest übrig, den Microsoft nicht wieder zurücktauschte. Mit der Point-Währung reduzierten die Redmonder die Zahl der Kreditkarten-Transaktionen und suggerierten Kunden zudem über den Umrechnungskurs kleinere Preise. (hag)