EU verdächtigt Chiphersteller der Preisabsprache
Verschiedene europäische Chiphersteller, darunter die deutsche Infineon AG, sind in das Visier der EU-Kartellwächter geraten. Der Verdacht lautet auf Preisabsprachen bei Chips für Smartcards.
Die EU-Kommission ermittelt gegen verschiedene europäische Chiphersteller wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen bei Chips für Smartcards. Im Oktober 2008 seien die Niederlassungen einiger Hersteller in verschiedenen Mitgliedsstaaten durchsucht worden, teilte die Kommission am heutigen Mittwoch mit. Die zusammen mit den Behörden vor Ort durchgeführten Überraschungsaktionen seien ein erster Schritt zur Untersuchung möglicher Kartelle und keine Vorverurteilung, betonte die Kommission.
Zu den betroffenen Unternehmen zählt auch die Münchener Infineon AG. Ein Sprecher bestätigte die Durchsuchungen der EU-Ermittler gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX und erklärte, Infineon werde "alles tun, um zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen". Anderen Berichten zufolge statteten die Ermittler auch der französisch-italienischen STMicroelectronics einen Besuch ab. Brüssel vermutet Absprachen bei Chips, die zum Beispiel auf Bankkarten oder SIM-Karten zum Einsatz kommen. (vbr)