CES

Schlank statt groß

Größer gilt nicht mehr, schlank ist angesagt: Auf der CES wetteifern die Displayhersteller um den dünnsten Schirm.

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In den vergangenen Jahren lieferten sich die Displayhersteller noch wahre Schlachten um den größten Fernseher oder das größte Display – da wurden auf der CeBIT kurzfristig Schilder angepasst, weil die Konkurrenz doch einen etwas größeren Schirm präsentieren konnte, oder Slogans mussten erweitert werden – beispielsweise in "der größte erhältliche Fernseher" –, um die Wahrheit nicht zu strapazieren. Auf der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas geht es indes nicht mehr um Größe, hier zählt nur noch Dicke beziehungsweise eben nicht: "Wer hat den schlanksten Bildschirm im Land".

JVC legt mit einem 80-Zentimeter-Schirm vor, der an seiner dünnsten Stelle nur 7 Millimeter dick ist. Mit 5 Kilogramm Gewicht wiegt er auch nur halb so viel wie sein Vorgängermodell. Dieses Super Slim LCD TV hatte JVC bereits im November unter der Bezeichnung "Airy Design" vorgestellt. Das neue Dünndisplay ist mit Leuchtdioden an Stelle herkömmlicher Kaltkathodenstrahler (CCFLs) ausgestattet, denn die tragen nicht so auf.

Samsung hält auf der CES dagegen und stellt den vermeintlich dünnsten Fernseher der Weilt vor: ein nur 6,5 Millimeter tiefes Display mit eingebautem Backlight aus Leuchtdioden. Die Qualitätsprobleme der anorektischen Schirme will das koreanische Unternehmen mit seiner 120-Hz-Technik Auto Motion Plus sowie mit einer Farboptimierungstechnik namens Wide Color Control Pro überwinden. Das neue Gerät ist damit noch zwei mm dünner als das bereits erhältliche Bordeaux-Modell 850 von Samsung.

Auf der IFA in Berlin im September vergangenen Jahres deutete sich bereits der Kampf ums dünnste Display an. Dort warben neben Samsung auch Sony und Philips mit extrem schlanken Maßen. (uk)