Activision Blizzard schreibt rote Zahlen
Durch Abschreibungen ist der Spielepublisher in die Verlustzone geraten. Ohne diese einmaligen Belastungen hätte das Unternehmen einen Gewinn von 429 Millionen US-Dollar verbucht.
Der Spielepublisher Activision Blizzard hat im vierten Quartal 2008 72 Millionen US-Dollar (rund 56 Millionen Euro) in roten Zahlen geschrieben. Verantwortlich dafür sind Abschreibungen, die auf die Fusion von Activision mit Vivendis Spielesparte zurückgehen, durch die Activision Blizzard entstanden war. Ohne diese einmaligen Belastungen wäre Quartalsgewinn von 429 Millionen Dollar herausgekommen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.
Umgesetzt hat Activison Blizzard 1,6 Milliarden Dollar im Schlussquartal und 3 Milliarden Dollar im gesamten Jahr 2008. Das Unternehmen hat damit die Erwartungen der Analysten laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg leicht übertroffen. Wegen der Fusion liegen keine vergleichbaren Zahlen aus einem Vorjahresquartal und früheren Geschäftsjahr vor.
Activision Blizzard habe "in einem schlechten wirtschaftlichen Umfeld ein gutes Quartal geschafft", stellte ein Analyst gegenĂĽber der Los Angeles Times fest. Der Konzern sei seinen Mitbewerbern bei den Margen immer noch weit voraus. FĂĽr das Jahr 2009 peilt Activision Blizzard einen Umsatz von 4,7 Milliarden Dollar an. Die Prognose liegt gut 400 Millionen Dollar unter dem von Analysten gesetzten Umsatzziel.
Von dem französischen Unternehmen mit Sitz in Kalifornien stammen vier der zehn meistverkauften Spiele des Jahres 2008. Darunter ist auch der Bestseller des Jahres, die Guitar-Hero-Reihe, die 2008 elf Prozent aller verkauften Spiele ausmachte. Weitere Spielereihen von Activision Blizzard sind Call of Duty, Tony Hawk, Starcraft, Warcraft und Diablo. (cwo)