Handyzulieferer Balda mit Gewinneinbruch

Bei einem um 10,5 Prozent auf 238 Millionen Euro gestiegenen Umsatz brach das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 13,5 Millionen im Jahr 2007 auf nun 1,4 Millionen Euro ein.

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  • dpa

Der angeschlagene Handyzulieferer Balda hat im Geschäftsjahr 2008 nach vorläufigen Zahlen einen Gewinneinbruch in Millionenhöhe verzeichnet. Bei einem um 10,5 Prozent auf 238 Millionen Euro gestiegenen Umsatz brach das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 13,5 Millionen im Jahr 2007 auf nun 1,4 Millionen Euro ein. Das teilte die Balda AG heute mit. Unter dem Strich werde ein Verlust erwartet, sagte ein Sprecher. Balda begründete den Ergebnisrückgang mit Abschreibungen, Sondereffekten und Wertberichtigungen. Ende Oktober hatte Balda das früher genannte Umsatzziel von 414 Millionen Euro im Gesamtjahr kassiert.

Zum Jahreswechsel hatte der Vorstandschef Joachim Gut seinen Hut bei Balda genommen. Hintergrund war neben der Neuausrichtung des Unternehmens auch der Beschluss des Aufsichtsrats, den Vorstand zu verkleinern. Balda hatte bereits vor Monaten bekannt gegeben, 2008 erneut Verluste zu schreiben. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem den nachlassenden Konsum und den Verkauf von Anteilen an der chinesischen Tochter TPK, die berührungsempfindliche Bildschirme herstellt. Balda hatte im September 2008 bekannt gegeben, zwölf Prozent der Anteile am Touchscreen-Geschäft TPK zu verkaufen, der Anteil sank damit auf 38 Prozent. Bis dahin galt das Geschäft mit berührungsempfindlichen Bildschirmen als Hoffnungsträger. (dpa) / (anw)