Univention frischt Linux-Server auf

Die Linux-Komplettlösung für kleine und mittelgroße Unternehmen protokolliert Änderungen am LDAP-Verzeichnis revisionssicher und wartet mit aktueller Software-Ausstattung auf.

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Univention hat seinen Linux-Server für kleinere bis mittelständische Unternehmen aktualisiert. Die neue Version 2.1 des Univention Corporate Server (UCS) bringt unter anderem einen neuen Kernel mit. Besitzern von Systemen mit Intel-EM64Z- oder AMD64-CPU dürften sich über die 64-Bit-Version der Serversoftware freuen. Verbesserungen gibt es auch im UCS-Management-System, bei den Thin-Client-Componenten und bei dem Active Directory-Connector, der für die Synchronisation zwischen dem UCS und Microsofts Verzeichnisdienst zuständig ist.

Das neue Release des auf Debian aufsetzenden Linux-Servers integriert die Updates, die das vierte Zwischenrelease von Debian 4.0 mitbringt. Dazu gehören der Linux-Kernel 2.6.24, der sich anstelle des 2.6.18-Kernels installieren lässt, sowie eine Reihe neuer Hardware-Treiber. Auch haben die Entwickler die freie Backup-Lösung Bacula als Nachfolger der Eigenentwicklung Unidump aufgenommen.

Das UCS-Managementsystem beherrscht in der neuen Version 2.1 den Umgang mit Revisionsprotokollen, sodass sich nachvollziehen lassen soll, welcher Administrator wann welche Änderungen vorgenommen hat. Hinzugekommen sind zudem neue Thin-Client-Komponenten, mit deren Hilfe sich zum Beispiel USB-Geräte an UCS-Thin-Clients anschließen lassen. Das Thin-Client-System selbst kann auf einer Flash-Card gespeichert werden. Hierdurch ist für den Start kein eigener Bootserver mehr vonnöten.

Die auf Kolab2 fußende Groupware-Komponente des UCS unterstützt erstmals SyncML, sodass sich Kontakte und Kalenderdaten mit mobilen Endgeräten abgleichen lassen. Auch den UCS-Desktop hat das Bremer Systemhaus aufgefrischt. Mit dabei sind das aktuelle OpenOffice 2.4, Firefox 3 und die Desktop-Oberfläche KDE in Version 3.5.9. Das brandneue KDE 4.1 soll erst Bestandteil der nächsten UCS-Version 3.0 werden. (akl)