"Wahlhelfer" statt Wahl-O-Mat in Hessen
FĂĽr einen Wahl-O-Maten zur Landtagswahl am 22. September ist zu wenig Geld und Personal vorhanden. DafĂĽr sprang nun die "Frankfurter Rundschau" ein.
Zur Landtagswahl in Hessen, die gleichzeitig zur Bundestagswahl am 22. September stattfindet, bietet die Landeszentrale für politische Bildung mangels Geld und Personal keinen Wahl-O-Maten im Internet an. Stattdessen bietet nun die Frankfurter Rundschau mit einem Online-"Wahlhelfer" ihre Entscheidungshilfe an. Sie präsentiert 25 Aussagen, denen der Nutzer voll, eher, eher nicht oder nicht zustimmen kann. Fünfte Antwortmöglichkeit ist "unsicher".
Das Themenspektrum reicht vom "Turbo-Abi" über die Gruppengröße in Kindertagesstätten bis hin zum Mindestlohn und zum Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen. Zum Ende wird dem Nutzer angezeigt, zu welchem Prozentanteil seine Antworten mit denen der fünf im hessischen Landtag zurzeit vertretenen Parteien übereinstimmen. Andere Parteien bleiben außen vor.
Anders als beim Wahl-O-Mat können die Nutzer nicht einzelne Fragen gewichten. Der "Wahlhelfer" zählt auch nur vollständige Übereinstimmungen der Antworten der Nutzer mit jenen der Parteien, berücksichtigt also keine Tendenz. Zur Landtagswahl in Bayern am 15. September sowie zur Bundestagswahl stehen Wahl-O-Maten bereit. Als Entscheidungshelfer auf Bundesebene dient außerdem die Uni Konstanz einen "ParteieNavi". Ein Anlauf der Piratenpartei für einen eigenen, neutralen Entscheidungshelfer für die Hessenwahl scheiterte. (anw)