Apple untersucht neue Vorwürfe gegen Zulieferer
Apple und der Auftragsfertiger Jabil wollen den Vorwürfen zu schlechten Arbeitsbedingungen in einer chinesischen iPhone-Fabrik durch eigene Mitarbeiter vor Ort nachgehen.
Mitarbeiter von Apple sowie des US-Auftragsfertigers Jabil sollen die Arbeitsbedingungen in einer chinesischen Fabrik überprüfen, die angeblich ein Plastik-iPhone ("iPhone 5C") fertigt. Dies haben beide Unternehmen in einer Stellungnahme gegenüber AllThingsD angekündigt – ein Team von Experten sei bereits vor Ort, um den Vorwürfen nachzugehen, betonte eine Apple-Sprecherin. Die Arbeitsrechteorganisation China Labor Watch hatte einen verdeckt erstellten Bericht über das Werk in Wuxi, China veröffentlicht und darin eine Reihe von "ethischen wie juristischen" Arbeitsrechtsverstößen angeführt.
(Bild: CLW)
Man habe seit 2008 vierzehn umfangreiche Prüfungen in Jabils Werken durchgeführt, darunter in den vergangenen 36 Monaten drei Audits in dem Werk in Wuxi, erklärte Apple. Die Fabrik liege im laufenden Jahr über der von allen Apple-Zulieferern durchschnittlich zu 92 Prozent eingehaltenen Vorgabe, die Arbeitswoche auf 60 Stunden zu begrenzen, ergänzte der iPhone-Hersteller – bei der letzten Untersuchung sei aber festgestellt worden, dass einzelne Arbeiter mehr als sechs Tage ohne einen einzelnen Tag Pause tätig waren. Apple arbeite bereits mit dem Betreiber Jabil daran, die Überstunden besser in den Griff zu bekommen.
Einige der von China Labor Watch vorgebrachten Verstöße seien bereits bei der letzten internen Prüfung aufgefallen, gab Jabil in einer eigenen Stellungnahme zu Protokoll – der Auftragsfertiger habe bereits "Korrekturmaßnahmen eingeleitet". (lbe)