Smartwatch-Prototypen von Sony und Sonostar angefasst
In Berlin hatte heise online die Möglichkeit, einmal die Vorserienmodelle der neuen Smartwatches von Sonostar und Sony in die Hand zu nehmen.
Gerade bei den Smartwatches hat sich Papier in der Vergangenheit immer wieder als sehr geduldig bewiesen. Umso erfreulicher ist es da, dass heise online auf der IFA nun die Gelegenheit hatte, Vorserienmodelle von jüngst angekündigten Modellen einmal persönlich in Augenschein zu nehmen.
Sonostar hatte kurz vor Messebeginn mit der Ankündigung einer gleichnamigen Smartwatch mit einem gebogenen E-Ink-Display für einiges Aufsehen gesorgt. Am Stand des Unternehmens (Halle 7.2 C, Stand 117) sind bereits Prototypen der Uhr zu sehen, die sich allerdings noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befinden. So hat eine Variante mit schwarzem Gehäuse bereits die endgültig angestrebte Form, während eine weiße, etwas klobigere Ausführung rudimentäre Funktionen beherrscht. So zeigt das Gerät einen eintreffenden Anruf auf dem gekoppelten Handy an (Nummer wurde von uns im Video unkenntlich gemacht).
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Die Entwicklung soll in Kürze abgeschlossen sein. Sonostar hofft, mit der Auslieferung im Dezember beginnen zu können. Laut Entwickler wird die Sonostar-App, mit der sich die Smartwatch konfigurieren lässt, zunächst für Android verfügbar sein. Ein iOS-Fassung soll später folgen. Beim Ausprobieren der Prototypen fiel auf, dass das im weißen Modell eingebaute Display nicht mit dem in der schwarzen Variante übereinstimmte. Dies wurde von Sonostar bestätigt; Letzteres soll später auch im Serienmodell zu finden sein.
Sony kündigte seine "SmartWatch 2" alias SW2 bereits Ende Juni an – und eigentlich sollte die Uhr noch im September auf den Markt kommen. Bislang gibt es aber auch hier nur in der Funktion eingeschränkte Vorserienmodelle, mit denen wir hinter verschlossenen Türen herumspielen durften. Und dabei hinterließ die Uhr, die rund 200 Euro kosten soll, einen guten Eindruck: Sie ist größer als das aktuelle Modell (1,6 statt 1,2 Zoll Bildschirmdiagonale, entsprechend 4,06 statt 3,05 cm) und hat eine höhere Auflösung (220 x 176 statt 128 x 128 Pixel). Auf den Clip wurde hier verzichtet, stattdessen gibt es ein richtiges (wechselbares) Armband.
(Bild:Â Nico Jurran / heise online)
Vor allem aber zeigt die Smartwatch ständig die Uhrzeit an – was man von einer Uhr fraglos erwarten darf, aber bei Modellen mit Farbdisplay aktuell noch die absolute Ausnahme ist. Möglich macht dies ein transreflexives Display, das im Uhrzeit-Modus ohne Hintergrundbeleuchtung arbeitet. Da das Display der SW2 zudem sehr wenig Strom benötigt, soll die Smartwatch so tagelang laufen. Mit einem Druck auf den seitlichen Knopf weckt man die SmartWatch 2 auf, wobei auch die Hintergrundbeleuchtung aktiviert wird. Durch die Menüs wird weiterhin mittels (Multi-)Touchgesten navigiert, zusätzlich stehen nun aber drei Buttons für globale Befehle wie "Zurück" und "Home" zur Verfügung.
Durch die MenĂĽs lieĂź sich zĂĽgig navigieren, die Apps starteten ebenfalls in der Regel recht schnell. Allerdings handelt es sich bei vielen Anwendungen noch um frĂĽhe Versionen ohne echte Funktion. Telefonanrufe auf dem via Bluetooth gekoppelten Android-Smartphone konnte sie aber auch schon anzeigen. Eine offizielle Aussage zur Laufzeit machte Sony bislang noch nicht. (acb) (nij)