Freenet-Beteiligung belastet United Internet

Trotz negativer Effekte besonders der Beteiligung an Freenet, aber auch an Drillisch und Versatel konnte die Internet-Holding (unter anderem web.de, GMX, 1&1) den Gewinn steigern.

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Von
  • Jürgen Kuri

Der Internetdienstleister United Internet (unter anderem mit web.de, GMX und 1&1 im Internet vertreten) hat ungeachtet hoher Belastungen aus der Beteiligung an Freenet ein Gewinnplus erzielt. Im zweiten Quartal wuchs der Überschuss um 14 Prozent auf 45,2 Millionen Euro. Die Holding, die die Bilanz des zweiten Quartals als Rekordergebnis bezeichnet, will die Konsolidierung der Telekommunikationsbranche forcieren und hat sich dazu neben Freenet bei Versatel und Drillisch eingekauft.

Die Beteiligungen schmälerten das Ergebnis um 20,2 Millionen Euro, was unter anderem mit höheren Zinszahlungen für Kredite zusammenhängt, aber auch an "negativen Ergebnisbeiträgen" der Beteiligungen, wie sich United Internet ausdrückt. Die Holding ist zwar der nach der Telekom zweitgrößte DSL-Anbieter, allerdings betreibt die Gesellschaft kein eigenes Netz. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um 14,2 Prozent auf 412,4 Millionen Euro und der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 12,6 Prozent auf 88,6 Millionen Euro.

Nach Angaben von United Internet stieg die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge zum Stichtag Ende Juni auf 7,7 Millionen, zum Ende des Jahres 2007 waren es noch 7,15 Millionen. Für die hauseigenen Internet-Zugangsangebote hatte United Internet Ende Juni 2,89 Millionen Kunden (2,73 Millionen Ende 2007), davon hatten 2,76 Millionen einen DSL-Anschluss gebucht (Ende 2007 2,59 Millionen). 3,51 Millionen Kunden nutzten die Webhosting-Offerten von United Internet, Ende 2007 waren dies noch 3,21 Millionen. (jk)