Drahtlose LED-Fernseher mit 240 Hz
Die Flachbildfernseher von LG holen mit der "TruMotion 240 Hz" genannten Beschleunigungstechnik gestochen scharfe Bewegtbilder ohne Soap-Effekt auf den Schirm.
Nach Sony und Samsung hat nun auch LG Electronics Flachbildfernseher mit beschleunigten Bildsequenzen vorgestellt. Die Modelle aus den Serien LHX, LH90 und LH55 sollen als 120-Hz-Displays in Kombination mit ihrem blinkenden Hintergrundlicht 240 Bilder pro Sekunde darstellen. Dabei werden laut LG nicht doppelt so viele synthetische Zwischenbilder eingefügt, wie dies bei anderen 240-Hz-TVs (beziehungsweise 200-Hz-TVs für hiesige PAL-Systeme) etwa von Sony oder Samsung üblich ist. Stattdessen scheint das Unternehmen die Originalbilder mehrfach hintereinander zu zeigen und aus der Wiederholung mit dem blinkenden Hintergrundlicht ähnlich wie mit Flügelblenden analoger Kinoprojektoren flimmer- und schlieren- und ruckelarme Sequenzen zu erzeugen. Mit dieser Technik würde der Soap-Effekt entfallen, der sich durch die errechneten Zwischenbildern an anderen Fernseher einstellt.
Der Panel-Arm des koreanischen Unternehmens, die LG Displays, legte kürzlich noch einen drauf und kündigte 480-Hz-Displays an, wobei auch hier 120-Hz-Panels zum Zuge kommen und die Darstellung über blinking backlight vierfach "beschleunigt" werden soll. Für seine drei neuen Plasma-Serien PS80, PS60 und PQ30 verspricht Fernsehhersteller LG Electronics noch schnellere respektive schärfere Bewegtbilder, nämlich "600 Hz Smooth Motion".
Die neuen Modelle von LG haben jedoch noch einiges mehr zu bieten als nur beschleunigte Bildsequenzen. Zwei LCD-Serien (LHX und LH90) nutzen flächig hinter dem Display sitzende LEDs als Backlight und wollen durch die bildabhängige lokale Dimmung der Leuchtdioden enorme Kontraste und ein tiefes Schwarz erzeugten. Die Geräte der LHX-Serie kommen zudem ebenso wie die LH85-Modelle ohne Signalkabel aus – sie werden drahtlos angesteuert. Bei den TVs wurden sämtliche Anschlüsse in eine externe Mediabox verbannt, die statt des Displays mit den Signalquellen verbunden wird. Vergleichbares hatten Sony, Panasonic und Toshiba auf der IFA 2008 vorgestellt. Die Fernseher können hierdurch und dank ihrer LED-Hinterleuchtung sehr schlank ausfallen, womit sie wiederum im Trend liegen.
Den Modellen der LH55-Serie hat LG zwar keine LEDs verpasst, wohl aber ein scanning backlight, das die Anzeigedauer pro Bild verkürzt und so wiederum die Kantenschärfung bewegter Bilder mit "TruMotion 240 Hz" unterstützt. Alle neuen LCD-TVs können Kinofilme in 24p entgegennehmen, sind vorbereitet für die ISFCC-Kalibrierung und nutzen ein blickwinkelstabiles Super-IPS-Panel.
Die LCD-TVs aus der LH50-Reihe und die Plasmafernseher der PS80-Serie sind mit LGs "NetCast Entertainment Access" ausgestattet und können so direkt über Ethernet auf Inhalte von Netflix zugreifen, mit Yahoo-Widgets Wetter- oder Börsendaten einholen und demnächst auch Videos von YouTube anzeigen. (uk)