Haftbedingung
Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ), der Automobilclub ACE aus Deutschland und der österreichische Autoclub ARBÖ haben Winterreifen der Dimension 185/60 R15 getestet. Die Markenreifen liegen auch in diesem Jahr vorn
Stuttgart, 12. September 2013 – Mitte September ist im Reifenhandel noch Ruhe vor dem alljährlichen Ansturm. Die meisten Autofahrer wechseln erst im Oktober oder gar Anfang November auf Winterreifen. Wer neue Pneus braucht, kann sich jetzt noch entspannt umsehen und beraten lassen, zur Hochzeit des Reifenwechsels hat dann kaum noch ein Verkäufer ausreichend Zeit und Ruhe, umfassend zu beraten. Für eine erste Vorauswahl sind Tests der aktuellen Saisonware hilfreich. In diesem Jahr macht ein gemeinsamer Test der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ), dem Automobilclub ACE aus Deutschland und dem österreichischen Autoclub ARBÖ den Anfang. Ergebnisse des ADAC werden sicher zeitnah folgen.
Markennamen vorn
Getestet wurden Winterpneus für Kleinwagen wie VW Polo, Ford Fiesta oder Opel Corsa in der Größe 185/60 R15. Insgesamt kommen die Tester zu dem Ergebnis, dass die Hersteller bei den kleineren Größen qualitativ zugelegt haben. So überzeugte der neue TS 850 von Continental mit ausgewogenen Leistungen auf Schnee, Nässe und trockener Straße. Auch hinsichtlich der Umweltkriterien wie Rollwiderstand und Vorbeifahrgeräusch hat der Conti die Nase vorn. Mit einem vom Verband der Reifenindustrie ermittelten Durchschnittspreis von 324 Euro für vier Reifen sei der Conti allerdings auch der zweitteuerste Reifen im Test.
Haftbedingung (4 Bilder)

Die Winterreifen werden unter harten Bedingungen getestet. Als Testwagen dienten zwei VW Polo.
Nur einen Hauch schwächer auf Nässe und bei den Umweltkriterien, dafür aber geringfügig haftfreudiger auf Schnee, schneidet der überarbeitete Dunlop Winter Response 2 ebenfalls mit der Bewertung "sehr empfehlenswert" ab. Preislich liegt dieser Reifen pro Satz allerdings auch nur zehn Euro unter dem Conti. Der laut Reifenverband teuerste Reifen in diesem Vergleich, der Michelin Alpin A4 für 346 Euro pro Satz, muss sich diesmal mit dem dritten Platz begnügen. Er ist lauter und hat Schwächen auf Nässe, beides zusammen kostet den Sieg.
Das Prädikat „Preis-/Leistungssieger“ holt sich der ebenfalls weiterentwickelte Firestone Winterhawk 3. Er bietet für etwa 266 Euro pro Satz zwar auf Schnee nicht die optimale Leistung, zeigt dafür aber in den anderen Disziplinen keine wesentlichen Schwächen. So landet er auf Platz vier.
Exakt die gleiche Summer kostet der Verlierer in diesem Test. Der Fulda Montero 3 schwächelt vor allem auf nassen Straßen. In der Aquaplaning-Wertung erreicht er nur 6 von 25 möglichen Punkten, und auch beim Bremsen auf nassen Straßen ist die Konkurrenz, zum Teil deutlich, besser. Auf fernöstliche Billig-Pneus hat man in diesem Test verzichet. (mfz)