Yahoo gibt Lokalisierungsdienst Fire Eagle frei
Nachdem die Geodaten-Plattform zunächst nur für Beta-Tester nutzbar war, kann nun jeder nach einer Registrierung seine Standortdaten - etwa am PC oder per SMS vom Handy aus - in eine Online-Karte eintragen lassen.
Yahoo hat den im März vorgestellten Lokalisierungsdienst Fire Eagle jetzt für den allgemeinen Gebrauch freigegeben. Nachdem die Plattform zunächst nur für Beta-Tester nutzbar war, kann nun jeder nach einer Registrierung seine Standortdaten – etwa am PC oder per SMS vom Handy aus – in eine Online-Karte eintragen lassen. Was für sich allein noch keinen Mehrwert darstellt, kann sich ändern, wenn man Nutzer einer der diversen Anwendungen ist, für die Drittanbieter Fire-Eagle-Schnittstellen entwickelt haben.
Brightkite-Mitglieder beispielsweise können die Fire-Eagle-Daten nutzen, um Freunden automatisch mitzuteilen, wo sie sich gerade aufhalten. Die "Personal Timeline" des Feed-Aggregators Dipity lässt sich damit zu einer "Location Timeline" erweitern, die Bericht darüber führt, wo man sich zu welchem Zeitpunkt aufgehalten hat. Lightpole lädt Informationen über nahe gelegene Geschäfte oder Restaurants auf das Mobiltelefon, das Movable-Type-Plug-in fügt den aktuellen Standort in Blogs ein, Outside.in sucht Nachrichten, die die aktuelle Umgebung betreffen.
Derzeit verweist Yahoo im Mitgliederbereich auf 22 Anwendungen für Fire Eagle. Um Kritikern, die Datenschutzbedenken anmahnen, den Wind aus den Segeln zu nehmen, bietet Yahoo zwei "Privacy-Tools" an: Mit dem "Hide Me"-Button wird die Übermittlung weiterer Standortdaten an Drittanbieter unterbunden – allerdings lassen sich einmal getätigte Angaben damit nicht rückgängig machen. Über die "Purge"-Funktion werden die eigenen Geodaten in der Fire-Eagle-Datenbank gelöscht, aber auch hier verbleiben bereits weitergeleitete Informationen bei den Diensteanbietern. (pmz)