Verband der Kunstversteigerer will gegen Internet-Auktionen klagen

Mit einem Musterprozess will der Bundesverband Deutscher Kunstversteigerer gegen Auktionen im Internet vorgehen.

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Von
  • Christian Persson

Mit einem Musterprozess will der Bundesverband Deutscher Kunstversteigerer gegen Auktionen im Internet vorgehen. Dieses Internet-Angebot stehe zwar erst am Anfang, es drohten aber erhebliche Wettbewerbsnachteile, erläuterte ein Sprecher des Verbands am Donnerstag in Berlin. Solche Dienste dürften nicht die Bezeichnung "Auktion" tragen. Der Prozess werde gegen das Internet-Auktionshaus ExtraLot.com aus Kleve geführt. Das Unternehmen bezeichnet sich als ersten Internet-Kunsthandel, der mit einem klassischen deutschen Auktionshaus in Köln zusammenarbeite und seinen Kunden alle üblichen Garantien und Gewährleistungen biete.

"Bei Auktionen besteht ein räumlicher und zeitlicher Zusammenhang von Gebot und Zuschlägen", begründete Verbandssprecher Tilman Bassenge die Kritik am Online-Angebot. Außerdem seien im Vergleich zum Internet bei herkömmlichen Auktionen eine ganz andere Transparenz sowie eine behördliche Überwachung gegeben. Dagegen bezeichnete das Unternehmen die Kritik als "fortschrittsfeindlich". Es gehe offenbar um Besitzstandswahrung auf Kosten der Kunden. "Extralot.com ist kein Flohmarkt, auf dem alle alles anbieten können", sagte Vorstandschef Georg Friedrichs. Wo der Musterprozess ausgetragen werden soll, ist nach Angaben des Bundesverbands noch offen. (cp)