Mit einer Brennstoffzelle das Handy aufladen
Wasserstoff machts möglich: Mit dem 155 Gramm schweren MiniPak lassen sich tragbare USB-Geräte umweltfreundlich aufladen. Die erforderlichen Kartuschen sind allerdings recht teuer.
Auf der CES hat das aus Singapur stammende Unternehmen Horizon einen Handylader mit Brennstoffzelle vorgestellt. Das MiniPak getaufte Gerät nutzt Wasserstoff-Metallhydridspeicher als Energiequelle. Die entsprechenden Kartuschen sind etwa doppelt so groß wie AA-Batterien und haben eine Kapazität von 12 Wh. Das soll für 10 Stunden Aufladen reichen. Unterstützt werden alle Geräte, die per USB geladen werden – neben Handys also auch MP3-Player oder PDAs.
Der große Vorteil der Wasserstofftechnik ist die Umweltfreundlichkeit: Im Unterschied zu konventionellen Akkus enthalten die Wasserstoff-Kartuschen keinerlei Schwermetalle. Außerdem sind Metallhydridspeicher sehr sicher und entladen sich bei längerer Lagerung nicht von selbst.
Das MiniPak hat die Maße 10,4 × 6,8 × 2,5 cm und wiegt inklusive Kartusche 155 Gramm. Horizon will das Gerät für rund 50 US-Dollar auf den amerikanischen Markt bringen, die Kartuschen sollen zwischen 5 und 10 US-Dollar kosten. Im nächsten Jahr will man ein Nachfüll-System für zu Hause anbieten. Auch in Deutschland soll es das MiniPak bald zu kaufen geben, Details sind aber noch nicht bekannt. (jkj)