Duisburger Fahndern gelingt Schlag gegen Internet-BetrĂĽger

Anlässlich des aufgedeckten Betrugs warnten die Duisburger Beamten die Verbraucher vor allzu verlockenden Schnäppchen beim Einkauf im Internet.

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  • dpa

Der Staatsanwaltschaft Duisburg sind zwei mutmaßliche Internet-Betrüger ins Netz gegangen. Das Duo stehe im Verdacht, zwischen Juni und September dieses Jahres mehr als 200 Kunden seines Online-Versands "im großen Stil" geprellt zu haben, teilte die Polizei am Donnerstag in Duisburg mit. Der 26 Jahre alte Lüdenscheider und sein gleichaltriger Komplize aus Hannover sollen Kleidung, Kameras und andere Produkte angeboten haben, ohne die bereits bezahlten Bestellungen auszuliefern. Teils erhielten die Käufer statt der versprochenen Original-Artikel auch gefälschte oder minderwertige Ware. Der Schaden wird auf 200.000 Euro geschätzt.

In einem besonders dreisten Fall schickten die beiden angeblichen Firmenchefs einem verdutzten Kunden zwei rechte Schuhe von unterschiedlicher Größe. Gegen die Männer erging Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betruges. Laut Polizei gestalteten sich die Ermittlungen schwierig, da die Täter ihre Identität zunächst erfolgreich vertuschen konnten. Unter falschem Namen hatten sie zwei Wohnungen in Duisburg angemietet und mehrere Bankkonten eröffnet. Auch bei der Anmeldung ihrer Handy- und Internet-Rufnummern sollen sie erfundene Personalien angegeben haben.

Anlässlich des aufgedeckten Betrugs warnten die Duisburger Beamten die Verbraucher vor allzu verlockenden Schnäppchen beim Einkauf im Internet. "Vorsicht beim Erwerb von sehr günstig angebotener 'neuer Markenware'! Sie dürfte gefälscht sein." (dpa) / (jk)